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Freitag, 15. Dezember 2017

E-Books

Neue E-Reader: hell, kontrastreich, bunt

Von Chr. Schulzki-Haddouti | 4. Oktober 2013 | Ausgabe 40

Auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren Amazon, Kobo, Sony und Co. wieder zahlreiche neue digitale Lesegeräte. Die E-Reader punkten mit noch helleren, kontrastreicheren Displays und langen Akkulaufzeiten. Auch ein erstes Gerät mit farbigem E-Ink-Display kommt jetzt auf den Markt.

Neue E-Reader: hell, kontrastreich, bunt

Amazon-Chef Jeff Bezos mit seinem neuesten "Kind", dem Tablet Kindle Fire HDX. Tablets laufen mittlerweile reinen E-Readern in der Kundengunst etwas den Rang ab, auch wenn diese – wie Amazons Kindle Paperwhite – stetig verbessert werden. Foto: Laif

Der neue Kindle Paperwhite von Amazon verfügt über ein kontrastreicheres Display als sein Vorgänger, der Touch-
screen soll Berührungen besser erkennen und der Prozessor um 25 % schneller sein. Auch wurde die integrierte LED-Beleuchtung überarbeitet.

Neu ist die Funktion PageFlip. Dabei wird auf der aktuellen Seite ein zusätzliches Fenster geöffnet, über das man durch das Buch blättern kann, während im Hintergrund die aktuelle Seite geöffnet bleibt. Außerdem speichert ein Vokabeltrainer Wörter, die man beim Lesen im Wörterbuch nachgeschlagen hat.

Für 130 € gibt es ab Oktober den neuen Kindle mit WLAN-Anschluss, ab November mit einem UMTS-Anschluss für 190 €. Der einfache Kindle ohne Touch-
screen und Beleuchtung kostet jetzt nur noch 49 €.

Der kanadische Hersteller Kobo hat drei neue Lese-Tablets sowie – neben dem Kobo Aura HD – einen neuen E-Reader unter dem Namen Kobo Aura im Angebot. Er verfügt über ein 6-Zoll-Display mit integriertem Leselicht. Er soll demnächst für 150 € verfügbar sein. Bislang hatte Kobo nur ein Tablet im Programm. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt des Herstellers nun in Richtung Tablets.

Die Tablets laufen auf dem aktuellen Android-Betriebssystem. Damit können Nutzer nicht nur auf den Kobo-Shop zugreifen, Bücher erhalten sie auch über den Play Store von Google oder per Kindle-App von Amazon. Alle drei Tablets sollen ab Oktober verfügbar sein, das teuerste für 380 €, das günstigste für 150 €.

Sony hat mit seinem neuen, 139 € teuren E-Reader PRS-T3 nur wenige Verbesserungen in petto. Er verfügt über eine integrierte Hülle. Klappt man sie auf, schaltet sich das Gerät ein. Beim Zuklappen kehrt der PRS-T3 in den Schlafmodus zurück. Die Akkuleistung wurde verbessert, so dass er sich beinnen 3 min so weit aufladen lässt, dass 600 Seiten damit gelesen werden können. Das Gerät mit WLAN-Anschluss verfügt außerdem über eine Synchronisation mit dem Dienst Evernote, über den Notizen, Kommentare und Markierungen in der Cloud gespeichert werden.

Den vermutlich ersten E-Reader mit farbigem Bildschirm mit E-Ink-Technik hat die Firma Pocketbook. Der Pocketbook Color Lux richtet sich vor allem an Leser von Zeitschriften, Comics und Kinderbüchern. Das Display verfügt über eine integrierte Beleuchtung und ist 8 Zoll groß – die üblichen E-Reader mit schwarz-weißer Bildanzeige haben ein 6-Zoll-Display. Wohl aufgrund des größeren Displays wiegt das Gerät stolze 300 g. Der E-Reader mit WLAN-Anschluss kostet 249 €.

Unter der Marke Tolino bieten die Buchhändler Thalia, Hugendubel, Weltbild, Bertelsmann und die Deutsche Telekom seit dem Frühjahr einen eigenen E-Reader für 99 € an. Ein Hardware-Update des Geräts mit integriertem Leselicht, WLAN und Touchscreen soll auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt werden.

Den E-Readern, die ausschließlich für das Lesen digitaler Bücher ausgelegt sind, machen inzwischen Tablet-Computer starke Konkurrenz. So nehmen die Absatzzahlen der E-Reader weniger stark zu als zunächst prognostiziert: Laut dem IT-Branchenverband Bitkom wird ihr Absatz in Deutschland um 22 % auf rund 830 000 Stück steigen – ursprünglich sollten es 1,4 Mio. Stück sein. Von den Tablet-Computern hingegen sollen rund 8 Mio. Geräte verkauft werden.  CHR. SCHULZKI-HADDOUTI

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