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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Baustoffe

Auf der Suche nach klimaschonendem Zement

Von Rolf O. Karis | 18. Oktober 2013 | Ausgabe 42

Forscher der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg suchen nach klimaschonenderem Zement.

Der weltweit am meisten verwendete Baustoff ist bislang ein ziemlicher "Klimasünder". Die Zementherstellung und -verwendung ist für rund 6 % des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Eine Forschergruppe der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin hat sich es zur Aufgabe gemacht, diese CO2-Emissionen zu reduzieren.

"Wir wollen mit innovativen Zusätzen zum Zement erreichen, dass wir die Kristallisation von Zementphasen besser steuern können", so Steffen Witzleben, Leiter der Forschergruppe an der Hochschule. Mit den zugesetzten Additiven lasse sich zudem die Festigkeit des Werkstoffes verbessern, so dass bei der Errichtung eines Hauses weniger Zement zum Einsatz kommen müsse. "Die Klimabilanz beim Bau lässt sich so nachhaltig verbessern", so Witzleben. Innerhalb dieses Projektes erfolge neben den Grundlagenuntersuchungen beim Abbinden des Zements auch die Umsetzung der gewonnenen Kenntnisse in Empfehlungen für die Baupraxis.

Als Partner sind die Universität Siegen sowie die Unternehmen Portlandzementwerk Wittekind Hugo Miebach Söhne KG, Cirkel GmbH & Co. KG, Temcon solutions GmbH und Henkel AG & Co.KGaA an dem Projekt beteiligt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Arbeit der Forschergruppe Witzleben mit 416 000 €. Das Projekt ist für vier Jahre angesetzt. Auch Studierende der Hochschule aus dem Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften werden in die Forschungsarbeiten über Bachelor- und Masterarbeiten sowie durch kooperative Promotionen eingebunden. rok

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