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Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

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Automobil

BMWs flottester Dreier lernt das Sparen

Von Peter Ilg | 16. Januar 2015 | Ausgabe 03

Dramatisch gefallene Öl- und Spritpreise sind in aller Munde – und befeuern die Diskussion zur Zukunft alternativer Antriebe. Branchenexperten sehen darin einen Hemmschuh für Elektromobilität. Dass Motorleistung nicht zwangsläufig mit exorbitantem Mehrverbrauch verbunden ist, zeigt die neue Generation von BMWs High-Perfomance-Derivat M3.

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Foto: BMW

Kraftpaket: BMWs M3 beschleunigt in 4,1 s von Null auf 100 km/h. Dank Downsizing hält sich sein „Durst“ im Rahmen.

Die Designsprache dieses Autos ist unmissverständlich: Vorne breit und tief geduckt mit markanten Lufteinlässen und einem Powerdome auf der Motorhaube, steht der 4,67 m lange M3 – dank Einsatz von kohlenfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und Aluminium in vielen Fahrwerks- und Karosseriekomponenten – lässig und v. a. leicht auf den breiten Reifen.

So verfügt er z. B. über ein CFK-Dach. Aus dem Hightech-Werkstoff sind auch die Domstrebe im Motorraum, die Heckklappe und sogar die Gelenkwelle vom Getriebe zur Hinterachse. Rund 80 kg hat der „F 80“, so die Bezeichnung der fünften Generation des M3, dadurch gegenüber dem Vorgänger abgenommen. Er bringt nun 1520 kg auf die Waage. Das wirklich Neue an dem Auto aber ist der Motor: Ein 3-l-Reihen-Sechszylinder mit Benzindirekteinspritzung, der von zwei Turboladern „beatmet“ wird. Der Motor dreht bis zu 7600 min–1, entwickelt 317 kW und setzt ein maximales Drehmoment von 550 Nm frei.

Im Motorraum trifft Downsizing auf High Performance. Das reduziert den Verbrauch und erhöht die Leistung. Im Vergleich zum Vorgänger braucht der F 80 rund ein Viertel weniger Kraftstoff und übertrifft den Drehmomenthöchstwert um etwa 40 %. 8,8 l gibt der Hersteller als Normverbrauch an. Bei zügiger Fahrt verbrauchte der Testwagen rund 12 l Kraftstoff. Das sind akzeptable Werte für ein Auto dieses Schlages.

Auch in Sachen Handling wurde von den Aerodynamikern gezielt Hand angelegt. „Die Art und Weise, wie wir die anströmende Kühlluft durch den Motorölkühler leiten, führt z. B. zu einem Venturi-Effekt, der den Auftrieb an der Vorderachse reduziert und so das Einlenkverhalten verbessert“, sagt Albert Biermann, Entwickler bei der BMW M GmbH.

Der M3 ist eine viertürige Limousine. Technisch identisch ist das „M4“ genannte Coupé. Der Einstiegspreis der Limousine liegt bei 71 500 €, der für das Coupé bei 72 200 € und der fürs Cabrio bei 78 200 €. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kostet ca. 3900 € Aufpreis und ist zu empfehlen. Der Testwagen war mit einer Carbon-Keramik-Bremse ausgestattet, die hervorragende Verzögerung lieferte, auch bei mehreren Bremsungen aus hoher Geschwindigkeit hintereinander.

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