Passwort vergessen?  |  Anmelden
 |  Passwort vergessen?  |  Anmelden
  • ANMELDEN

Freitag, 11. April 2014, Ausgabe Nr. 15

Freitag, 11. April 2014, Ausgabe Nr. 15

Luftfahrt

Mit der Open-Rotor-Technologie Kerosin sparen und die Umwelt entlasten

Von Wolfgang Mock | 23. Dezember 2011 | Ausgabe 51

Schwindende Margen und hohe Umweltauflagen treiben die Entwicklung in der Luftfahrt voran. Als Schlüssel zu sparsameren und damit auch umweltfreundlicheren Flugzeugen gelten die Triebwerke.

$bild1$Bei den klassischen ummantelten Jet-Triebwerken verbraucht jede neue Generation in der Regel etwa 10 % bis 15 % weniger Treibstoff als die vorhergehende. Irgendwann könnte jedoch das Ende dieser Entwicklung erreicht sein.

Flugzeug- und Triebwerkshersteller denken deshalb bereits über durchaus revolutionäre Technologien nach, die bis zu 30 % Treibstoff gegenüber heutigen Triebwerken einsparen können.

Derzeit am stärksten diskutiert wird die Open-Rotor-Technologie. Hierbei handelt es sich um offenliegende, vielblättrige und gegenläufige Rotoren. Nahezu alle großen Triebwerkshersteller forschen und entwickeln daran, die EU-Kommission fördert mehrere Forschungsprojekte zu diesem Thema. Auch die Nasa verfolgt, gemeinsam mit industriellen Partnern, diese Technologie.

Mit diesen Open-Rotor-Triebwerken soll vor allem Treibstoff gespart werden. Ihr Nachteil gegenüber klassischen Triebwerken dürfte vor allem darin liegen, dass sie langsamer sind. Folglich ist eher daran gedacht, diese Triebwerke auf Flugzeuge für Kurz- und Mittelstrecken zu beschränken. Auf solchen Strecken wäre der Zeitverlust weniger kritisch.

Dazu kommt ein zweiter Nachteil: Die hohe Geschwindigkeit der Blattspitzen macht die Triebwerke erheblich lauter als herkömmliche Triebwerke. Zugleich ist ihr Durchmesser größer, sie lassen sich also nicht unter den Flügeln anbringen. Kommen sie aber ans Heck, sind grundlegende strukturelle Modifikationen am Flugzeug notwendig. Zumal – um die Lärmentwicklung unter Kontrolle zu halten – wohl Doppelleitwerke notwendig würden, zwischen denen die offenen Rotoren angebracht werden könnten. Das wiederum dürfte die Entwicklungskosten dieser neuen Flugzeuggeneration in die Höhe treiben. Entscheidend sein dürfte die Entwicklung der Spritkosten.

Mindestens 20 Jahre dürfte es wohl noch dauern, bis Flugzeuge mit solchen Triebwerken regelmäßig am Himmel erscheinen. moc

stellenangebote

mehr

MÖCHTEN SIE JETZT VDI-NACHRICHTEN.COM NUTZEN?

4 Wochen kostenfrei testen!

VDI nachrichten ist Deutschlands meinungsbildende Wochenzeitung für Technik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Auf vdi-nachrichten.com stellen wir Ihnen unsere Artikel digital in voller Länge und optimiert für alle Endgeräte zur Verfügung.

Ob mit PC, Laptop, Tablet oder Smartphone:
Testen Sie das gesamte Angebot von vdi-nachrichten.com jetzt 4 Wochen kostenfrei. Einfach anmelden und überzeugen lassen.

Jetzt kostenfrei testen!

Als VDI nachrichten-Abonnent oder VDI-Mitglied können Sie vdi-nachrichten.com direkt exklusiv nutzen: Zur Anmeldung


MÖCHTEN SIE JETZT VDI-NACHRICHTEN.COM NUTZEN?

JETZT KOSTENFREI TESTEN?