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Donnerstag, 10. August 2017, Ausgabe Nr. 32

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IT-Sicherheit

Position deutscher Unternehmen bei Trusted Computing stärken

Von Christiane Schulzki-Haddouti | 8. Mai 2015 | Ausgabe 19

Die jüngste Entwicklung im Bereich Trusted Computing sorgt für Sorgen in der Bundesregierung. Während die jedoch öffentlich beharrlich schweigt, sagt Lars Klingbeil, der Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Digitales, in welche Richtung jetzt gearbeitet werden muss.

VDI nachrichten: Künftig verlangt Microsoft keine Ausschaltoption bei Secure Boot mehr, der Nutzer kann also möglicherweise kein alternatives Betriebssystem installieren. Was bedeutet das für Behörden?

Foto: SPD-Fraktion

SPD-Politiker Lars Klingbeil: Se-cure Boot darf nicht ausschließlich unter Microsofts Kontrolle bleiben.

Lars Klingbeil: Wenn die vollständige Kontrolle der Nutzer über ihre Systeme nicht mehr gegeben ist, sehe ich hier dringenden Regulierungsbedarf. Aus meiner Sicht sind hier nach wie vor die Eckpunkte maßgeblich, die die Bundesregierung im Jahr 2012 zum Trusted Computing und zu Secure Boot beschlossen hat.

Derzeit kontrollieren allein Microsoft und die Hardwarehersteller die Schlüssel und damit, was auf den Rechner kommen darf. Soll das so bleiben?

Es muss sichergestellt werden, dass nicht nur Microsoft die Zertifizierung von Soft- und Hardwarekomponenten für den sicheren Betrieb einer Secure-Boot-geschützten Hardwareplattform durchführen kann.

Wie können deutsche Behörden und Unternehmen ihre Interessen denn geltend machen?

Gegenwärtig spielen deutsche und europäische Unternehmen in der Trusted Computing Group (TCG) kaum eine Rolle. In jedem Fall muss der freie Marktzutritt gewährleistet bleiben und das bedeutet, dass eine Monopolisierung dieses Zugangs immer problematisch bleibt. Deshalb muss auch hier, wie in den Standardisierungsgremien insgesamt, die Position der deutschen und europäischen Unternehmen dringend gestärkt werden

Im kommenden TTIP-Abkommen soll der Standard für IT-Sicherheit stark abgesenkt werden. Was kann die Politik tun, wenn die Europäer damit ihre letzten Vertrauensanker in den IT-Systemen verlieren?

Das Abkommen ist noch nicht ausverhandelt. Es muss sichergestellt werden, dass es nicht zum Absenken unserer Standards kommt. Vertrauen in die Integrität der IT-Systeme ist eine zentrale Grundvoraussetzung in der digitalen Gesellschaft.

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