Passwort vergessen?  | 
 |  Passwort vergessen?  | 
Suche
  • Login
  • Login

Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

Produktion

Präzisionswerkzeughersteller hoffen auf guten Schnitt in 2015

Von Dietmar Kippels | 16. Januar 2015 | Ausgabe 03

Maschinenbau und Automobilindustrie bleiben auch im gerade angelaufenen Jahr 2015 „Zugpferde“ für die deutschen Hersteller von Präzisionswerkzeugen. Sorge bereiten allerdings internationale Krisenherde und die sichere Versorgung mit wichtigen Rohstoffen wie auf der Jahrespressekonferenz des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge vergangenen Mittwoch in Frankfurt zu hören war.

PK-Werkzeuge (2)
Foto: Iscar

Produktion: Hightech-Werkzeug für die Zerspanung ist eine „Jobmaschine“. Auch in diesem Jahr suchen die Hersteller qualifizierte Fachkräfte.

„Die deutschen Hersteller von Präzisionswerkzeugen haben 2014 ein Produktionsvolumen von rund 9,1 Mrd. € erreicht“, so Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) vergangenen Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Auch für 2015 setzten die Unternehmen für ihre Produktionspläne wieder auf die Marktstärke von Maschinenbau und die Automobilindustrie. Horn: „Für beide Branchen rechnen wir mit einem weltweiten Wachstum und einer steigenden Werkzeugnachfrage. Insgesamt haben wir uns für das vor uns liegende Jahr ein Produktionsplus von 3 % vorgenommen.“

Foto: VDMA

„Bis zu 40 % der abgenutzten Hartmetallwerkzeuge werden der Wiederverwertung zugeführt.“ Lothar Horn, Vorsitzender Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA.

Im vergangenen Jahr waren laut VDMA Maschinenbau und Automobilindustrie Zugpferde für die gute wirtschaftliche Entwicklung bei den Produzenten von Präzisionswerkzeugen. Im Inland konnte die starke Nachfrage aus der Automobilindustrie die eher verhaltenen Aufträge aus dem Maschinenbau überkompensieren: So hätten die Automobilbauer und ihre inländischen Zulieferer entsprechend Zerspanwerkzeuge und Spannwerkzeuge für die laufende Produktion geordert.

Zudem ist die Mitarbeiteranzahl in den Unternehmen der Präzisionswerkzeugindustrie vergangenes Jahr auf rund 56 000 Personen gestiegen. „Das sind immerhin rund 2000 Arbeitsplätze mehr als 2013“, präzisierte Lothar Horn. Rund drei Viertel der Präzisionswerkzeughersteller habe im vergangenen Jahr zusätzliches Personal aufgebaut. Und rund jedes fünfte Unternehmen plane auch im kommenden Jahr Neueinstellungen.

 Diese optimistischen Prognosen stützen die Branchenexperten beim VDMA auf die guten Aussichten für die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Allerdings bleiben die Zukunftsperspektiven auch nicht ganz ungetrübt: „Wir blicken weiterhin sorgenvoll auf die Entwicklung der verschiedenen Krisenherde, insbesondere auf Russland und die Ukraine. Auch wenn diese beiden Länder direkt nur einen kleinen Teil der deutschen Werkzeugexporte aufnehmen, kann eine weitere Eskalation des Konflikts schlimme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben“, warnte Horn in Frankfurt.

Zudem sei die Versorgungssicherheit bei wichtigen Rohstoffen im vergangenen Jahr nicht besser geworden. Horn: „Gerade beim Hartmetallrohstoff APT sehen wir nicht nur ein immer noch sehr hohes Preisniveau, sondern auch ziemliche Risiken durch die starke chinesische Monopolstellung.“ Inzwischen würden deshalb bis zu 40 % der abgenutzten Hartmetallwerkzeuge der Wiederverwertung zugeführt. „Vor wenigen Tagen hat nun China Exportbeschränkungen für Wolfram aufgehoben. Ob und welche Auswirkungen diese Entscheidung auf Hartmetallwerkzeuge haben wird, warten wir mit Spannung ab.“

stellenangebote

mehr