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Donnerstag, 23. November 2017, Ausgabe Nr. 47

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Roboter

Roboter stehen für viele Alltagsaufgaben bereit

Von Martin Ciupek | 16. Januar 2015 | Ausgabe 03

Die diesjährige Elektronikmesse CES musste zusätzlichen Platz für die vielen neuen Roboteranbieter schaffen, die erstmals nach Las Vegas kamen.

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Foto: Starwood

Anruf kündigt den Besuch an: Im kalifornischen Cupertino erprobt eine Hotelkette Serviceroboter im Zimmerservice.

Roboter haben längst das professionelle Umfeld von Fließbändern und Lagerhallen verlassen und sind immer öfter im häuslichen Umfeld zu finden. Inzwischen reicht das Angebotsspektrum vom Spielgefährten und Tänzer über Telepräsenz bis zum Butler und zur Putzkraft.

Zu den Stars der Elektronikmesse CES in Las Vegas gehörten Anfang Januar die Smart-Home-Roboter von FutureRobot. Die Serie besteht aus verschiedenen Systemen, die sich um alle Belange eines Smart-Home kümmern. Mithilfe seiner Sensoren und dem Tablet-Computer steuert der Roboter die Heizung, schaltet das Licht an und aus, bedient den TV oder die Stereo-Anlage und wechselt auf Wunsch den Sender.

Normalerweise gibt der Bediener (Master) Sprachkommandos. Doch der Roboter kann auch ohne Kommando aktiv werden. Verlässt der Mensch den Raum ohne das Licht auszuschalten, so übernimmt er diese Aufgabe. Er kann auch Personen an Termine erinnern oder daran, Medizin einzunehmen. Mit seinen Sensoren erfasst er auch den Gemütszustand seines Masters: Sieht der betrübt aus, so macht er Vorschläge für einen lustigen Film oder ein kleines Unterhaltungsspiel. Das System soll rund 1000 US-$ kosten.

Auch im Bereich der Telepräsenz hat das Roboterangebot zugenommen. Die kleinen, schlanken Gefährten sind heute mehr als eine reine Plattform zur Videokommunikation. Mit Funktionen zur Gesichtserkennung werden sie auch bei der Sicherheit und in der Überwachung von Kranken oder Behinderten eingesetzt.

Double-Robotics präsentierte z. B. eines der vielseitigsten Systeme, das sich auf einem Segway-ähnlichen Gestell bewegt. Mit 2500 $ ist das System preislich im oberen Bereich angesiedelt.

Die weitaus häufigste Roboteranwendung im Privathaushalt sind jedoch alle Arten von Reinigungsarbeiten. Angefangen hat es vor vielen Jahren mit dem Staubsaugen, dann kamen Wisch- und Polierarbeiten für Holz- und Steinfußböden hinzu.

Der Raybot von Ecovacs gehörte in Las Vegas zu den Neuheiten. Das System krabbelt selbstständig auf einem Solardach herum und reinigt dabei die Paneelen, sodass stets die maximale Sonnenausbeute gewährleistet ist. Es ähnelt dem in Deutschland entwickelten Robotersystem „Wallwalker“, das 2007 in Hannover vorgestellt wurde und nun als „Solarbrush“ inzwischen marktfähig ist.

Das größte Wachstumspotenzial zeichnet sich derzeit jedoch bei Standard-Service-Robotern ab. Hierzu gehören vor allem Servieraufgaben. Auf der CES zeigten Yujin und Sopobotics entsprechende Systeme. Erst kürzlich hatte die Starwood-Hotelgruppe angekündigt, in ihrem Aloft-Hotel in Cupertino erstmals einen Roboter für den Zimmerservice einzusetzen. Der Helfer heißt Botlr.

Er bringt das Essen von der Küche aufs Zimmer, frische Handtücher oder die frisch gebügelten Hemden. Hierzu bedient er den Lift und orientiert sich perfekt auf den Hotelgängen. Sobald er am Zimmer angekommen ist, ruft er den Gast per Haustelefon an, damit dieser die Tür öffnet. Anschließend sucht er sich eine Steckdose zum Aufladen und wartet auf neue Instruktionen, die drahtlos übermittelt werden.

Technisch bemühen sich die Roboteranbieter darum, ihre Maschinen weiter dem Menschen anzupassen. Toshiba präsentierte hierzu z. B. die Konzeptstudie einer menschenähnlichen Sängerin. Sie heißt Chihira Aico und erinnert stark an die Puppe Olympia in „Hoffmanns Erzählungen“. Im Gegensatz zur Sopranistin muss der Roboter die mechanische Bewegung jedoch nicht üben.H. WEISS

cesweb.org

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