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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Informationstechnik

Windows 8.1 macht auch im Unternehmen mobil

Von Michael Matzer | 29. November 2013 | Ausgabe 48

Das Betriebssystem Windows 8.1 ist besonders für die Nutzung auf mobilen Endgeräten optimiert und wird daher in Unternehmen oft parallel zu Windows 7 eingesetzt. Dem Administrator bietet 8.1 etliche Vorteile, um mobile Geräte effizient zu managen.

Windows 8.1, die neueste Version des Microsoft-Betriebssystems, wird in Unternehmen häufig parallel zu Windows 7 eingesetzt: "Viele Entscheider sind der Meinung, dass für ihre klassischen Arbeitsplätze und Arbeitsweisen Windows 7 ausreicht," meint Axel Oppermann, Berater bei der Experton Group. "Unternehmen, die gerade auf Windows 7 migriert haben, scheuen den abermaligen kompletten Umstieg. Sie wählen Windows 8.1 selektiv für spezielle Szenarien dazu." Diese Szenarien basieren auf dem mobilen Einsatz von Endgeräten mit Windows 8.1.

"Touch-basierte Tablets und Convertibles", so Oppermann, "sind gegenwärtig der zentrale Einsatzbereich von Windows 8.1." Bei den Tablets muss sich Windows 8.1 allerdings gegen Apple iOS und Google Android behaupten. Doch in einem direkten Vergleich der drei Betriebssysteme, den Oppermanns Unternehmen kürzlich durchführte, schneidet Windows 8.1 als Sieger ab: "Seine Vorteile liegen im Management, im Bereich Sicherheit und der Benutzerfreundlichkeit für den Anwender", hat die Experton Group laut Oppermann herausgefunden.

"Für Unternehmen empfiehlt es sich, die Tablet-Risiken und die vorhandenen Sicherheitsfunktionen jeweils genau zu ermitteln", so Oliver Schonschek, Managing Advisor bei der Experton Group. So stellte sich beim Betriebssystemvergleich heraus, dass sich betriebliche von privaten Daten nur auf Geräten mit Windows 8.1 trennen lassen. Sollte ein von Unternehmen bereitgestelltes Tablet verloren gehen oder gestohlen werden, so kann der Arbeitgeber gezielt nur die betrieblichen Daten mit der Windows-Funktion "Remote Data Removal" fernlöschen.

Mit der neuen Funktion "Workplace Join" sind IT-Abteilungen in der Lage, den Zugriff auf Unternehmensressourcen individueller anzubieten als bisher. Durch Gruppenrichtlinien kann der Systemverwalter einem Mitarbeiter einen bestimmten Startbildschirm zuweisen, und mit der Funktion "Assigned Access" lässt sich der Betrieb einer App aus dem Windows Store derart eingrenzen, dass nur sie ausführbar ist, etwa als Kiosk-Anwendung. Biometrie soll unbefugte Nutzer von einem Gerät aussperren.

Für mobile Anwender ist die Synchronisation ihrer Daten mit denen der Zentrale von höchster Bedeutung. Mit der Funktion "Work Folder Sync Share" lassen sich die Daten aus ihren Benutzerordern im Unternehmensnetzwerk auf ihr Endgerät synchronisieren. Lokal erstellte Dateien werden wiederum zurück auf den Dateiserver im Firmennetzwerk kopiert. Dieser Datenabgleich ist unter Windows 8.1 nativ ins Dateisystem integriert. Entfernt ein Mitarbeiter sein Gerät aus dem Unternehmensnetzwerk, wird sein Zugang automatisch gesperrt.

Alle diese Funktionen könnten bei der Geräteverwaltung viel Arbeit kosten. Diese Arbeit soll optimales Mobile Device Management (MDM) abnehmen. Microsoft selbst bietet mit Windows Intune bereits eine entsprechende Software im Windows Server 2012 an, erlaubt aber auch, Tools von Drittanbietern zu nutzen. Zertifiziert sind bereits Airwatch und MobileIron, einer der MDM-Marktführer. Ermöglicht wird diese Wahlmöglichkeit durch Protokolle der Open Mobile Alliance (OMA). Hilfreich: Dabei muss auf dem Client-Gerät kein Agent installiert werden, der die Geräteleistung beeinträchtigen könnte. MICHAEL MATZER

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