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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Börsenspiel

1000 € winken!

Von Christoph Böckmann | 7. Dezember 2017 | Ausgabe 49

Der Schlussspurt hat begonnen. Wer am 31. Dezember die höchste Rendite vorweisen kann, den belohnen wir fürstlich.

BU_Ingenieurfonds
Foto: panthermedia.net/dibrova

Anleger können sich nicht beschweren. An der Börse lief es dieses Jahr wie geschmiert. In den letzten zwölf Monaten stieg der deutsche Leitindex Dax von knapp 11 600 Punkten auf aktuell knapp über 13 000 Punkte. Zwischenzeitlich lag er sogar bei über 13 500 Zählern.

Ingenieurfonds: höchste Rendite gewinnt

Die Ingenieure wussten diesen Aufwärtstrend bei unserem Börsenspiel zu nutzen. Sie setzten auf die richtigen Aktien. Der Ingenieurfonds, der aus den zehn beliebtesten Werten der Teilnehmer besteht, legte seit Beginn der Spielrunde im Juli um fast 21 % an Wert zu. Die Renditen der einzelnen Spieldepots liegen häufig noch deutlich höher.

Den höchsten Wertzuwachs kann aktuell Teilnehmer Stefan mit satten 56 % vorweisen. Er setzt auf Lufthansa, Panasonic, Visa, Wirecard und US-Medizintechniker Medtronic. Auf den Fersen ist ihm Markus mit 53 %. In seinem Depot hält er Lufthansa, Jenoptik, Infineon, Pfeiffer Vacuum, Arcelor Mittal, Amazon, Teva Pharmaceuticals sowie Texas Instruments.

Dass beide Lufthansa halten, ist kein Zufall. Die Airline ist dieses Jahr mit einem Plus von 134 % der stärkste Wert im Dax. „Aktuell die Werte zu kaufen, die dieses Jahr gut gelaufen sind, ist clever“, meint Michael Thaler von der Top Vermögen AG, der das Börsenspiel betreut. Zum Jahresende würden diese Aktien besonders zulegen. Das liege daran, dass Fondsmanager sie dann vermehrt kauften. Denn sie wollten ihren Anlegern und Investoren am Ende des Jahres ein Portfolio präsentieren, das nur strahlende Gewinner beinhalte.

Die Verlierer des Jahres seien so kaum gefragt, weiß Thaler. Freunde der Fallen-Angel-Strategie hätten deshalb aktuell schlechte Karten. Bei der Fallen-Angel-Strategie kaufen Börsianer Aktien, die zuletzt im Kurs stark gefallen sind, und hoffen, dass sich diese wieder erholen.

Gewinner und Verlierer in einem ist dieses Jahr die Kuka-Aktie: Notierte der Wert während der ersten Hälfte des Jahres um die 110-€-Marke, schnellte er im Oktober auf fast 250 €. Nur um dann wieder abzuschmieren – auf aktuell 134 €.

Dabei hat Kuka weder mit besonders positiven noch mit besonders negativen Nachrichten überrascht: Die Geschäfte laufen erwartungsgemäß. Das Unternehmen rechnet mit einem kräftigen Umsatzwachstum von 12 % auf 3,3 Mrd. €. Die Neuaufträge legten in den ersten neun Monaten um 5,8 % zu.

Die fortschreitende Automatisierung der Wirtschaft befeuert natürlich die Aktienkurse von Kuka, Fanuc oder ABB. Die extreme Kursentwicklung bei Kuka sei aber durch Spekulationen getrieben, meint Thaler: „Einige Börsianer vermuteten, Kuka-Eigner Midea könne einen Squeeze-out anstreben und wäre bereit, dafür einen sehr hohen Preis zu bezahlen.“ Squeeze-out (engl. Rausdrängen) bedeutet, dass ein Aktionär das Recht hat, Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer angemessenen Abfindung aus dem Unternehmen zu drängen, wenn er 95 % des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft hält. Aktuell hält Midea 94,44 % an Kuka.

Verstärkt wurde dieser Effekt wahrscheinlich durch einen „Short Squeeze“ meint Thaler. Vermutlich haben die Analysten nach dem starken Anstieg bemerkt, dass die Aktie überbewertet war. So hätten sie Leerverkäufe getätigt, meint der Aktienexperte. Das bedeutet, man verkauft eine Aktie, die man noch gar nicht im Besitz hat, sondern kauft sie erst zur Abwicklung des Geschäfts. Das machen Börsianer, wenn sie fallende Kurse erwarten und davon profitieren möchten.

Machen das viele Anleger gleichzeitig, kann es zum Short Squeeze, also zur Angebotsknappheit, kommen. Denn nach den Leerverkäufen müssen die daraus resultierenden offenen Positionen wieder glattgestellt werden – also die Aktie tatsächlich gekauft werden. Steigt nun – entgegen der Erwartung der Leerverkäufer – der Börsenkurs des Wertpapiers, müssen zur Verlustbegrenzung viele Leerverkäufer gleichzeitig das Wertpapier zurückkaufen. Das kann zu einem Nachfrageüberhang führen, der den Kurs noch weiter nach oben treibt und damit die Verluste der Leerverkäufer weiter erhöht.

Die meisten Ingenieure sind beim Börsenspiel zum richtigen Zeitpunkt in die Kuka-Aktie ein- und wieder ausgestiegen. Sie verkauften den Wert mit 89 % Gewinn. Solch ein Aktiengespür braucht, wer an Mitspielern wie Stefan oder Markus vorbeiziehen will. Und das belohnen wir fürstlich. Wer am 31. Dezember die höchste Rendite vorweisen kann, bekommt 1000 €. Wessen Aktienstrategie bis dahin nicht aufgeht, kann sich trösten: Im Januar startet unser Börsenspiel in die neue Runde.

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