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Donnerstag, 12. Oktober 2017, Ausgabe Nr. 41

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Automobil

Alles in einem Werk

Von Martin Ciupek | 11. Mai 2017 | Ausgabe 19

Automobilhersteller BMW hat große Pläne für sein Produktionswerk in Dingolfingen. „Wir werden ab 2021 den voll elektrischen BMW iNext hier in unserem Werk bauen“, verkündete Produktionsvorstand Oliver Zipse Anfang Mai anlässlich eines Werksbesuchs von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

BMW-BU
Foto: BMW Group/guenterschmied.com

Elektrokompetenz: Bereits heute werden im BMW-Werk in Dingolfing Fahrzeuge mit Plug-In-Hybridantrieb gefertigt.

Sowohl für das Fahrzeug als auch für die Produktionsstrukturen kündigte Zipse einige Besonderheiten an. Das nächste BMW-i-Fahrzeug soll größer als die bisherigen Elektromodelle i3 und i8 werden und über Technologien zum automatisierten Fahren verfügen, sodass sich die Fahrer mit Nebentätigkeiten beschäftigen können. Dank neuer Vernetzungs- und Interieurvarianten soll das neue Modell dafür ausgelegt werden, dass Fahrer künftig sogar schlafen können oder ganz auf Lenkrad und Pedale verzichtet werden kann.

Allein das spricht für eine hohe Variantenvielfalt in der Produktion. Dazu kommt, dass das neue Elektromodell in Dingolfing auf einer Produktionsline mit Fahrzeugen der 5er- und 7er-Modellreihen produziert werden soll. „Künftig gestalten wir das BMW-Produktionssystem so, dass wir in den Fertigungsstrukturen unserer Produktionsstandorte gleichzeitig Modelle mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybrid oder einem voll elektrischen Antrieb bauen können“, kündigte Zipse an. Laut dem Produktionsvorstand soll das durch eine „einzigartige Flexibilität“ erreicht werden, die Kostenvorteile verspreche. „Wir wollen die durchgängige Systemkompetenz im Haus behalten.“

Der Fertigungsstandort Dingolfing spielt dabei für BMW eine besondere Rolle: Seit 2013 werden dort Hochvoltspeicher für BMW-i-Modelle gebaut. Inzwischen werden dort auch Hochvoltspeicher und Elektromotoren für Plug-in-Hybridversionen der 5er- und 7er-Modelle produziert. Und noch etwas zeichnet das Werk aus: „Dingolfing hat große Kompetenz beim Anlauf komplexer Produkte“, sagte Werksleiter Andreas Wendt. Bereits heute werden die beiden Baureihen dort wahlweise mit Verbrennungsmotoren und mit Plug-in-Hybridantrieben produziert.

Künftig soll also noch ein weiteres Modell mit reinem Elektroantrieb in die Produktionsstrukturen integriert werden. Ein standardisierter Antriebsbaukasten sowie ein adaptives Produktionssystem sollen für die nötige Flexibilität sorgen. Laut Ilka Horstmeier, Produktionsleiterin für Motoren, will BMW damit bei Bedarf das Fertigungsvolumen in zwölf Monaten verdoppeln können. Nach einer erfolgreichen Umsetzung soll das Konzept auf weitere Standorte im BMW-Konzern übertragen werden.

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