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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Studie

Deutschland ist nur digitales Mittelmaß

Von Regine Bönsch | 27. Juli 2017 | Ausgabe 30

Trotz seiner Führungsrolle in Industrie 4. 0 ist Deutschland nur Mittelmaß in der Digitalisierung.

Das attestierte am Montag dieser Woche der sogenannte Digitalisierungsindikator, der erstmals vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Kooperation mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellt wurde. Den Auftrag gaben die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Danach liegt Deutschland deutlich hinter anderen Industrienationen auf Rang 17 knapp hinter Irland, Taiwan und Frankreich. Weitaus deutlicher hinter Finnland, Schweden und Israel, die zu den Spitzenreitern im Digitalisierungsindikator gehören.

Es hapere hierzulande vor allem beim Breitbandausbau, der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, in Teilen des Bereichs Forschung und Technik sowie bei digitalen Geschäftsmodellen, heißt es. Insbesondere beim Ausbau der schnellen Glasfaserinfrastruktur bleibe Deutschland im internationalen Vergleich – 35 Nationen wurden untersucht – deutlich zurück. Das bemerkt der Bericht und schlussfolgert: Dadurch ergeben sich Wettbewerbsnachteile für die deutsche Wirtschaft. Pluspunkt sei aus deutscher Sicht die Gesellschaft – dank eines hohen Nutzungsgrads digitaler Technologie.

„Mit Industrie 4.0, Smart-Services und lernenden Systemen haben wir in Deutschland gute Konzepte für die digitale Transformation“, sagt Henning Kagermann. Der Acatech-Präsident betont aber auch: „Aus- und Weiterbildung, IT-Sicherheit, neue Geschäftsmodelle, internationale Kooperation und eine Mittelstandsinitiative: Das sind Themen, bei denen wir in der nächsten Legislaturperiode nochmals beschleunigen müssen.“

Für BDI-Präsident Dieter Kempf ist es ein „Muss für Digitalisierung und Industrie 4.0, den Breitbandausbau voranzutreiben und den digitalen europäischen Binnenmarkt zu verwirklichen“.  

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