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Freitag, 15. Dezember 2017

Digitalisierung

Durchbruch für „Blockchain“-Technik erwartet

Von Christoph Böckmann | 30. März 2017 | Ausgabe 13

Der Finanzbranche steht voraussichtlich in wenigen Jahren die nächste Umwälzung bevor. Die Unternehmensberatung Roland Berger geht davon aus, dass die Blockchain-Technologie in drei bis fünf Jahren ihren Durchbruch erlebt.

Die Folge für die Finanzbranche könnten nach einer neuen Studie der Münchner Berater sowohl Milliardeneinsparungen als auch eine potenziell existenzbedrohende Herausforderung für manche Unternehmen sein. Andere Unternehmensberatungen gehen von ähnlichen Szenarien aus. Und wie schon bei anderen Internettechnologien hinkt Europa der weltweiten Konkurrenz hinterher. „Es ist wichtig, dass Europa hier drei Gänge zulegt, ansonsten werden die Geschäftsmodelle aus Asien und Amerika den weltweiten Markt erobern“, sagte Studienkoautor Sebastian Steger. 

Blockchain ist seit einigen Jahren in der Finanzbranche in aller Munde, bekanntestes Beispiel ist die Digitalwährung Bitcoin. Eine Blockchain ist eine große Datenbank, die nicht auf einem einzigen Server liegt, sondern dezentral auf viele Rechner verteilt ist – und jeder Teilnehmer hat im Prinzip die gleichen Zugriffsrechte.

Zudem: Die Software kann mit automatischen Handlungsanweisungen gekoppelt werden, wie Steger erläutert. „Die Verbindung dieser zwei Aspekte hat aus unserer Sicht ein Riesenpotenzial für die gesamte Wirtschaft“, meint der Berater.

Das Schlagwort dafür heißt „smart contract“, ein via Internet geschlossener Vertrag, der sich bei Erfüllen der Vertragsbedingung selbst einlöst. „Viele Transaktionskosten können so auf nahezu null reduziert werden, das wird schwierig für teure Intermediäre“, sagt Steger. Die Blockchain-Technologie und „smarte“ Verträge haben einen analogen Vorgänger, den Bankwechsel: Der Aussteller notierte auf einer Urkunde die Zahlungsanweisung für den Empfänger. Der Wechsel berechtigte dann den Empfänger, die genannte Summe einzulösen.

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