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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Erderwärmung

Eine unbequeme Wahrheit

Von Christoph Böckmann | 2. März 2017 | Ausgabe 09

US-Präsident Donald Trump malt sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Doch der Klimawandel lässt sich nicht leugnen. Ein Fakt, den man sich anhand aktueller Forschungsdaten vor Augen führen kann.

Foto: Nasa Earth Observatory

Die Polkappen schmelzen dahin: War in der Arktis im September 1984 ein Gebiet von 1860 000 km2 (Foto oben) mit Eis bedeckt, das mindestens vier Jahre alt war, sind es im September 2016 nur noch 110 000 km2 (Foto unten). Vier Jahre altes Eis ist dicker und widerstandsfähiger gegen ein Abschmelzen als jüngeres Eis. In dieser Visualisierung der Daten von Bojen, Wetterstationen, Satelliten und Computermodellen wird das Alter des Eises durch Schattierungen von Blaugrau für das jüngste Eis bis hin zu Weiß für das älteste dargestellt.

Foto: Nasa Earth Observatory
Foto: VDI nachrichten
Foto: Nasa/Earth Observatory/ Joshua Stevens

Die weltweit gemittelten Temperaturen waren im Jahr 2016 um 0,99 °C höher als noch Mitte des 20. Jahrhunderts. In der Grafik hat die Nasa die Jahre aufgelistet, in denen jeweils ein neuer Wärmerekord erreicht wurde.

Seit 1993 beobachtet die Nasa den Meeresspiegel mit Satellitentechnik. Bis September 2016 stieg er demnach um über 81 mm, im Durchschnitt sind das 3,4 mm/Jahr. Hauptursachen sind zwei Faktoren, beide hängen mit der Klimaerwärmung zusammen: Zum einen strömt mehr Wasser schmelzender Landgletschern in die Ozeane, zum anderen dehnt sich das Meerwasser durch die Erwärmung aus. Das bedroht Inseln und Küstenregionen. cb

Die Treibhausgase in der Atmosphäre machen menschliches Leben auf der Erde erst möglich. Ohne sie wäre es für uns zu kalt: Treibhausgase wie CO2 halten die Wärme, die die Sonnenstrahlen auf die Erde bringen, in der Atmosphäre. Betrachtet man den CO2-Gehalt der Atmosphäre, so sieht man, dass es in der Vergangenheit immer wieder Schwankungen gab. Die Menge änderte sich – und damit das Klima. Seit Beginn der Industrialisierung ist der CO2-Gehalt durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe massiv angestiegen und hat ein deutlich höheres Level erreicht als jemals in den letzten 400 000 Jahren. So setzt nach Ansicht der überwiegenden Mehrheit der Forscher nun ein „anthropogener“, also ein vom Menschen erzeugter Klimawandel ein. cb

Daten des Nasa-Forschungssatelliten Grace, der das Erdschwerefeld vermisst, zeigen, dass die Inlandeismassen sowohl der Antarktis als auch Grönlands abnehmen. Die Antarktis hat seit 2002 etwa 134 Gt (1 Gt =109 t) Landeis pro Jahr verloren, während in Grönland (s. Grafik) im selben Zeitraum sogar 287 Gt/Jahr an Landeis abschmolzen. cb

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