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Donnerstag, 16. November 2017, Ausgabe Nr. 46

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Preis

Endspurt für den James Dyson Award

Von Regine Bönsch | 29. Juni 2017 | Ausgabe 26

Der James Dyson Award 2017 geht in die heiße Phase. Noch bis zum 20. Juli können Studierende der Ingenieurwissenschaften und der Fachbereiche Produktgestaltung und Industriedesign sowie frische Absolventen dieser Fachrichtungen ihre Arbeiten einreichen.

Jedes Jahr fahnden James Dyson und sein Team von Ingenieuren und Wissenschaftlern nach Lösungen für reale Probleme. Die Aufgabe ist einfach und schwierig zugleich: „Entwickelt etwas, das ein Problem löst, ob groß oder klein!“, das ist die Herausforderung. Als Preisgeld winken 35 000 €, um die weitere Entwicklung des Projekts voranzutreiben. Der von der James Dyson Foundation jährlich ausgeschriebene Designpreis wird in 23 Ländern verliehen – in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Indien.

„Es gibt immer eine noch bessere Lösung für ein Problem. Ingenieure sind unkonventionell und haben brillante Ideen“, ist James Dyson, der durch den beutellosen Staubsauger gekannt wurde, überzeugt.

Beim Award suche man nach bemerkenswerten und dennoch einfachen Designs, die das Potenzial haben, einen großen Einfluss auf die Gesellschaft zu haben. Dyson: „Ich bin jedes Jahr von den Ideen begeistert und ich freue mich darauf, die diesjährigen Einreichungen zu sehen.“

Die Gewinnerprojekte aus den Vorjahren haben dazu beigetragen, das Problem der Überfischung und des Transports von Impfstoffen in Entwicklungsländern zu lösen und die weltweite Nahrungsmittelverschwendung sowie die hohe Sterblichkeitsrate von Frühgeborenen zu bekämpfen.

Das Siegerprojekt 2016 auf internationaler Ebene war EcoHelmet, ein faltbarer Fahrradhelm, der eine einzigartige wabenförmige Konfiguration nutzt, um den Kopf vor Stößen zu schützen.

Er kann flach zusammengefaltet werden, wenn er nicht in Gebrauch ist, und wird aus 100 % recycelbaren Materialien hergestellt.

Da Leihradangebote weltweit zunehmen, ist das leichte und praktische Design des EcoHelmet eine attraktive Option für Radfahrer in Städten, wo Verkehrsunfälle häufig sind und Kopfverletzungen tödlich sein könnten, erklärt Dyson.

Die internationale Gewinnerin des James Dyson Award Isis Shiffer, Design-Studentin aus New York, freute sich: „Die finanzielle Unterstützung und die Publicity, die ich durch den Gewinn des James Dyson Award erfahren habe, haben mir erlaubt, die Entwicklung des EcoHelmet bis zur Marktreife voranzutreiben.“ In diesem Jahr soll ihre Erfindung produziert werden.

Das Gewinnerprojekt des James Dyson Award in Deutschland im Vorjahr war Mamelle, ein Messgerät zur Diagnostik von Euterentzündungen bei Milchkühen.

Das kleine medizinische Messgerät, das von Janina Hünerberg aus Kiel eingereicht wurde, beschleunigt die Diagnostik von Euterentzündungen bei Milchkühen um mehrere Tage und hilft so, den Behandlungsprozess zu optimieren und den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren.

Jurymitglied Stefan Eckstein, Präsident des Verbands Deutscher Industrie Designer, zum Siegerprojekt: „Mamelle geht technisch und gestalterisch neue Wege. Es bietet einen echten Mehrwert für Landwirte in Deutschland wie auch international.“ 

Bislang haben mehrheitlich Designer den James Dyson Award gewonnen. Die Jury würde sich freuen, wenn mehr Ingenieure ihre Ideen für „Lösungen“ einreichen.   

https://jamesdysonaward.org/de/

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