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Donnerstag, 12. Oktober 2017, Ausgabe Nr. 41

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Produktion

Industrie 4.0 im internationalen Dialog

Von Simone Fasse | 1. Juni 2017 | Ausgabe 22

Frank Knafla von Phoenix Contact Electronics kennt den Satz, der alle Akteure in der digitalen Transformation derzeit bewegt: „Daten sind das neue Öl.“ Doch aus seiner Sicht müssen Unternehmen viel weiter denken. „Wer kann schon etwas mit Öl anfangen? Genau wie das Öl müssen Daten bearbeitet und verfeinert werden“, erklärte der Experte Ende April beim vierten deutsch-US-japanischen Workshop rund um Industrie 4.0, Cyber Physical Systems und Big Data an der TU München (TUM).

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Foto: Uli Benz/TU München

Industrie 4.0: Birgit Vogel-Heuser setzt auf den internationalen Erfahrungsaustausch.

Auch Birgit Vogel-Heuser – Leiterin des Lehrstuhls für Automatisierung und Informationssysteme der TUM – sieht Smart Data in Produktionssystemen als Schlüssel, der die Unternehmen erfolgreich in die Welt von Industrie 4.0 bringt. Die Ingenieurin hat den internationalen Workshop mit Kollegen vor vier Jahren ins Leben gerufen, um das gemeinsame Verständnis für die Digitalisierung zu verbessern und Praxiserfahrungen auszutauschen. „Man muss zusammen arbeiten um zu erkennen, wie jede Nation tickt“, ist sie überzeugt. Die verschiedenen Sichtweisen auf den einzelnen Kontinenten zu verknüpfen und Kooperationen anzustoßen, gehöre dabei zu den vorrangigen Zielen.

Die Herausforderungen in allen beteiligten Ländern sind vergleichbar. Sie liegen z. B. in der Datenaufbereitung: Hier ist die heutige Analysearchitektur von produzierenden Unternehmen laut Vogel-Heuser häufig noch weit vom Soll-Zustand entfernt. Heterogene Systemlandschaften, voneinander getrennte Datenquellen in proprietären Formaten und die fehlende Maschinenlesbarkeit von Informationen erschwerten den automatisierten Austausch von Daten und der Verarbeitung. Dabei sei eine optimierte Datenbasis Voraussetzung dafür, die Anlagenleistung zu steigern.

Das bestätigte auch Isao Fukumoto von der Industrial Value Chain Initiative in Japan. Trotz spezifischer nationaler Interessen waren sich die Teilnehmer in einem Punkt einig: Den Systemgedanken zu etablieren, in neuen Kooperationen zu denken und branchenübergreifend zu agieren, entscheidet in der vernetzten Welt über Erfolg und Misserfolg.ciu

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