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Montag, 11. Dezember 2017

Werkzeugbau des Jahres 2017

Initialaufwand wird reduziert

Von Martin Ciupek | 12. Januar 2017 | Ausgabe 01

Günther Schuh, Initiator des Wettbewerbs Excellence in Production, zum neuen Modus.

VDI nachrichten: Nach außen erscheint es fast so, als würden immer die gleichen Unternehmen den Wettbewerb unter sich ausmachen. Wieso sind einige Firmen seit Jahren immer wieder unter den Top 3 ihrer Kategorien?

Schuh: Für einige Werkzeug- und Formenbaubetriebe ist der Wettbewerb „Excellence in Production“ Teil ihres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Sie haben die Teilnahme am Wettbewerb in ihrer Strategie verankert. Die Rückmeldungen aus dem Kennzahlenreport sowie das zusätzliche, detaillierte Stärken-Schwächen-Profil bei den besuchten Unternehmen werden genutzt, um Handlungsfelder zu identifizieren und Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit abzuleiten. Viele Unternehmen haben sich durch die jährliche Teilnahme am Wettbewerb über die Jahre hinweg kontinuierlich verbessert und gehören daher heute zu den besten Werkzeug- und Formenbaubetrieben im deutschsprachigen Raum.

VDI nachrichten: Wie viele Unternehmen nehmen regelmäßig am Wettbewerb Excellence in Production teil?

Schuh: Es nehmen jedes Jahr rund 300 Werkzeug- und Formenbaubetriebe am Wettbewerb teil. Seit nunmehr 13 Jahren führen das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen sowie das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT den Wettbewerb durch.

Wie wollen sie ab 2017 mehr Betriebe zur Teilnahme bewegen?

Im diesjährigen Wettbewerb gibt es einen veränderten Wettbewerbsmodus, um den Initialaufwand zur Teilnahme zu reduzieren. In Phase eins dürfen die Unternehmen 30 zentrale Fragen rund um ihren Werkzeug- oder Formenbaubetrieb beantworten. Einsendeschluss ist der 1. März.

 Im Anschluss erhalten die Unternehmen eine erste Kennzahlenauswertung, die ihre Position zum Wettbewerb, bezogen auf die erste Wettbewerbsphase, darstellt. In Phase zwei sind die restlichen Fragen bis zum 1. Mai auszufüllen. Um sich für einen Vor-Ort-Besuch durch das Expertenteam von den Aachener Instituten WZL und IPT qualifizieren zu können, ist eine Teilnahme an beiden Wettbewerbsphasen verpflichtend.

Den Umfang des Fragebogens haben wir reduziert. Dadurch soll die Hürde für diejenigen Werkzeug- und Formenbaubetriebe abgebaut werden, die über eine im Vergleich geringe Datenbasis verfügen. Somit erhalten diese Unternehmen eine erste schnelle Rückmeldung zu ihrer Position in der Branche.

Zusätzlich zu den Vor-Ort-Besuchen, die wir bei den besten Werkzeug- und Formenbaubetrieben in jeder Kategorie durchführen, verlosen wir zwei Vor-Ort-Besuche unter allen Teilnehmern. Diese Unternehmen werden ebenfalls von unserem Expertenteam vor Ort auditiert und erhalten ein detailliertes Stärken-Schwächen-Profil.

Wie sieht die Auswertung im einfachsten Fall aus?

Der Kennzahlenreport umfasst zentrale Kennzahlen unterschiedlicher Kategorien. Wir unterscheiden dort zwischen Vision und Strategie, Organisation, Ressourcen, Prozesse, Kunden, Leistungsangebot und Finanzen. Für jede Kennzahl im Report erhalten die Unternehmen ihren Wert im Vergleich zum Durchschnittswert aller Teilnehmer. Voraussetzung ist, dass die notwendigen Daten im Fragebogen angegeben wurden. Mithilfe des Kennzahlenreports können Unternehmen ihre eigene Position im Wettbewerb einschätzen und Verbesserungspotenziale identifizieren.

Wie viele Werkzeug- und Formenbaubetriebe sprechen Sie mit dem Wettbewerb insgesamt an?

Allein in Deutschland existieren rund 3800 Werkzeugbau- und Formenbaubetriebe. Mit dem Wettbewerb sprechen wir aber die gesamte deutschsprachige Branche Werkzeugbau an.

Dazu gehören neben Deutschland insbesondere Österreich, die Schweiz sowie Liechtenstein und Teile Norditaliens. Somit ermöglichen wir einer Vielzahl von Betrieben, sich an einem kostenlosen Wettbewerbsvergleich zu beteiligen.

www.excellence-in-production.de

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