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Dienstag, 12. Dezember 2017

Kommentar

Karriere mit Lichtgeschwindigkeit

Von Stefan Asche | 13. Juli 2017 | Ausgabe 28

Erst 57 Jahre ist es her, dass der erste Laserstrahl erzeugt wurde. Und schon heute gibt es unzählige Anwendungen für das gebündelte Licht.

Stefan Asche, Redakteur: Laser sind der Schlüssel zur Lösung vieler Probleme – und sie eröffnen Karrierechancen.

In der industriellen Materialbearbeitung beispielsweise bohrt, härtet, lötet, markiert, strukturiert, schmilzt, schneidet und schweißt der Laser. In der Sensorik misst er Geschwindigkeiten, Distanzen und Vibrationen. Außerdem detektiert und analysiert er verschiedenste Substanzen im Rahmen der Spektroskopie. In der additiven Fertigung zaubert er aus Metall- und Kunststoffpulvern Bauteile von bislang unmöglicher Komplexität. In der Medizin dient er als Skalpell, Bohrer oder Gefäßklemme. Er entdeckt und zerstört Tumore, korrigiert Fehlsichtigkeiten, macht der Schuppenflechte den Garaus, pulverisiert Blasensteine und löst Blutgerinnsel auf. In der Informations- und Kommunikationstechnologie sorgt er für immer leistungsfähigere Chips. Er macht moderne, hochauflösende Displays erst möglich, hilft beim Drucken, Speichern und Musikhören.

Faszinierend ist auch die Bandbreite seiner Parameter: Leistungsstarke Dauerstrichlaser schneiden Stahlplatten mit bis zu 5 cm Stärke. Ultrakurzpulslaser hingegen können Material hochpräzise im einstelligen Mikrometerbereich abtragen.

Da die Lasertechnologie relativ jung ist, lässt sich noch kaum abschätzen, welche Rolle sie in Zukunft spielen kann. Einige Wissenschaftler träumen schon davon, mit ihr das globale Energieproblem zu lösen: Sie wollen die Kraft des Lichts nutzen, um eine Kernfusion zu initiieren. Die Experimente dazu laufen.

Bodenständiger und realitätsnäher ist die Idee von zwei Unternehmensgründern aus Bonn. Sie wollen Landwirte im Kampf gegen Unkraut mit Lasern bewaffnen. Roboter sollen über Felder fahren, ungewollte Pflanzen erkennen und dann umweltfreundlich versengen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Start-up.

Kurzum: Der Laser hat schnell Karriere gemacht – und er kann helfen, Karrieren zu beschleunigen.

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