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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Kommentar

Messe der vernetzten Boxen

Von Martin Ciupek | 27. April 2017 | Ausgabe 17

Wer sich in diesen Tagen mit der Hannover Messe beschäftigt, kann den Eindruck gewinnen, Digitalisierung sei das einzige Thema. Software wird in der Antriebstechnik immer wichtiger, die Automatisierungstechnik geht in die Cloud und die Energietechnik wird nun auch digital vernetzt.

Martin Ciupek, Ressortleiter, empfiehlt bei der Digitalisierung von Industrieprozessen genau hinzuschauen.

Die Branchen scheinen aus Sicht der Digitalisierung beliebig austauschbar zu sein. Genau darin liegt die Tücke. Auf den ersten Blick wirkt alles sehr ähnlich.

Dennoch: Es gibt viel Bewegung in der Industrie und deutliche Unterschiede zwischen den Branchen. Doch die Veränderungen sind nicht mehr so deutlich zu erkennen wie bei einem neuen Maschinendesign oder neuen Wälzlagertypen. Die großen Veränderungen passieren inzwischen in kleinen Kästen – Boxen, in denen kleine Computerchips eingebaut sind, um eine Verbindung zum Internet der Dinge und Dienste aufzubauen. Und: Der Wandel erfolgt immer öfter in großen Rechenzentren außerhalb der Fabrikhallen.

Genau das ist inzwischen die große Herausforderung für Industrieunternehmen, Messebesucher und auch Journalisten. Wer die Unterschiede erkennen will, der muss sich mit vielen Details beschäftigen, um den Anschluss bei schnellen Weiterentwicklungen nicht zu verlieren.

Das droht laut der Digitalstudie „Beyond the Hype“ der Boston Consulting Group (BCG) allerdings etwa einem Viertel der in Deutschland und den USA befragten Unternehmen. Laut der Studie sind zwar US-Unternehmen und die Telekommunikationsbranche allgemein bei der Digitalisierung führend. Doch ohne Fertigungskompetenz wird Industrie 4.0 oder Integrated Industry nicht funktionieren.

Und noch haben es diejenigen, die die realen Produkte für das Internet der Dinge liefern, selbst in der Hand. Solange sie die Bedürfnisse ihrer Kunden besser verstehen als globale Internetkonzerne, dürfte das auch so bleiben.

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