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Dienstag, 12. Dezember 2017

Mobile World Congress

Mit Mikrospiegeln von Bosch passt Projektor in die Smartwatch

Von Jens D. Billerbeck | 2. März 2017 | Ausgabe 09

Man nehme zwei bewegliche Spiegel, drei Laserdioden und fertig ist ein Laserprojektor, der – mit einer zusätzlichen Fotodiode ausgerüstet – auch noch erkennen kann, wenn im Strahlengang ein Finger auftaucht. So kann zum Beispiel eine virtuelle Tastatur nicht nur projiziert, sondern auch bedient werden.

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Foto: Bosch Sensortec

Referenzdesign: Im schwarzen Plastikgehäuse stecken Spiegel und Laserdioden, die Platine trägt die Ansteuerelektronik.

Wenn so etwas allerdings auf einer Fläche von gut 2 cm2 und weniger als 5,5 mm Dicke realisiert werden soll, dann ist spezielles Know-how gefragt: Bosch Sensortec präsentierte jetzt zum Mobile World Congress in Barcelona den Mems-Scanner BML050. Mems – mikromechanisch-mikroelektronische Systeme – sind die Spezialität der Reutlinger. Ihre Beschleunigungs-, Drehraten- und andere Sensoren stecken mittlerweile zu Zigmilliarden in den meisten Smartphones.

„Mit diesem Scanner haben wir eine ganz neue Produktklasse erschlossen“, sagte Bosch-Sensortec-Chef Stefan Finkbeiner und präsentierte ein Referenzdesign, das das Scannermodul mit der notwendigen Ansteuerelektronik vereinigt. Erste Kunden arbeiten schon an Produkten, die Serienfertigung des BML050 soll noch in diesem Jahr anlaufen.

Der Scanner passt locker in ein Tablet oder eine Smartwatch, aber auch in Haushaltsgeräte oder andere Konsumelektronik. In der Kombination Projektion und Detektion eröffnet er ganz neue Wege der Benutzerführung und -eingabe. Auf dem Messestand in Barcelona ließ sich das sportlich erfahren: Der Besucher musste den Finger in kurzzeitig projizierte weiße Buttons setzen, passierte das korrekt, wurde die Reaktionszeit angezeigt.

Im Innern des Scanners stecken zwei in Mems-Technik angefertigte, wenige Millimeter große Spiegel, die jeweils in einer Richtung ausgelenkt werden. Der eine sorgt für die Ablenkung der Laserstrahlen (in den drei Grundfarben) in horizontaler, der zweite in vertikaler Richtung. Das so „geschriebene“ Bild ist dank der Lasertechnik auch ohne Optiken stets gestochen scharf, egal wie die Oberfläche der Projektionsfläche beschaffen ist.

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