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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Stromnetze

Netzstabilität braucht Digitalisierung und Automatisierung

Von Stephan W. Eder | 7. Dezember 2017 | Ausgabe 49

Ein zu früher Kohleausstieg würde die Energieversorgung in Deutschland „fundamental ins Wanken bringen“, urteilt der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) Mitte November. Vor allem 2020 sei „verfrüht“.

 Hintergrund: Beim Netzausbau und der Kommunikationsinfrastruktur müsse noch deutlich nachgebessert werden. Es geht vor allem darum, Flexibilität im Netz zu ermöglichen.

Wie das funktionieren kann, zeigte der VDE Ende des Monats in Bonn auf dem Jahreskongress seiner energietechnischen Gesellschaft. VDE-Präsident Gunter Kegel fokussierte auf praktische Beispiele – und das gleich am eigenen Unternehmen Pepperl + Fuchs. Sein Szenario: Von den 500 Angestellten, die mit dem Auto kommen, fährt künftig die Hälfte mit dem Elektroauto vor und will innerhalb der ersten Stunde laden. „Man bräuchte das Zehnfache der bisherigen elektrischen Anschlussleistung des gesamten Unternehmens – die wir nur für die Elektromobilität auf den Parkplätzen bereitstellen müssten. Das sind Dinge, da haben wir Ingenieure noch nicht zu Ende gedacht.“

„2010 gab es 1588 Stunden, an denen Menschen Netzeingriffe gefahren haben, um das Netz stabil zu halten. 2015 waren es 15 811 Stunden“, wies Bernd Koch, Leiter Dezentrale Energiesysteme Siemens Deutschland, auf die Herausforderung der zukünftigen Beherrschbarkeit eine stabilen Netzzustandes hin.

„Die Zahl wird nicht wieder sinken, die wird eher noch weiter steigen“, sagte er. Es gelte auf Automatisierung und Digitalisierung zu setzen, sonst würden „hier früher oder später Fehler passieren, die tatsächlich die Verfügbarkeit des Stromnetzes in Frage stellen.“

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