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Dienstag, 12. Dezember 2017

Gesundheit

Röhrenblitze bekämpfen Alzheimererkrankung

Von Peter Odrich | 6. April 2017 | Ausgabe 14

Die Alzheimersche Erkrankung lässt sich möglicherweise elektronisch bekämpfen. Zu diesem Schluss kommt jetzt das Massachusetts Institute of Technology (MIT).

 Die Ergebnisse neuer Studien seien derart positiv, dass man mit der Cognito Therapeutics Inc. bereits eine Gesellschaft zur kommerziellen Umsetzung der Forschungsarbeiten gegründet habe. Diese handelt derzeit die Einzelheiten für eine klinische Prüfung an den Patienten mit der zuständigen Gesundheitsbehörde (FDA) aus.

Das neue Verfahren arbeitet mit Röhrenblitzen, die mit einer Frequenz von 40 Hz auf das menschliche Gehirn geschossen werden. Dort beleben sie die sogenannte Gamma-Oszillation des Gehirns, die bei Alzheimerpatienten unterdrückt ist. Bei den Versuchen reichte eine tägliche Bestrahlung von 1 h Dauer über eine Woche, um die stark schädigende Wirkung der Proteine Amyloid und Tau drastisch zu reduzieren. Beide Proteine bilden Plaques an den Nervenzellen des Gehirns und gelten als Hauptverantwortliche für die neurodegenerative Erkrankung.

Den Nutzen der Behandlung sieht Forschungsprojektleiterin Li-Huei Tsai vor allem darin, dass sie weder hohe Kosten verursacht noch einen operativen Eingriff erfordert. Insofern unterscheide sie sich fundamental von bisherigen pharmazeutischen Bemühungen, mit Medikamenten der Krankheit Herr zu werden. Zudem, so die Forscherin, sei mit keinerlei negativen Nebenwirkungen zu rechnen. Li-Huei Tsai betont aber, dass in diesem frühen Stadium noch klinische Studien nötig seien, um die Forschungserfolge zu bestätigen.

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