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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Kollaboration

Taugen Chatdienste für die Teamarbeit?

Von Silvia Hänig | 7. Dezember 2017 | Ausgabe 49

Der Markt der Kollaborationslösungen für eine vernetzte Zusammenarbeit ist überflutet und unüberschaubar. Vom etablierten Softwareanbieter bis zum hippen US-Newcomer buhlen alle um die Gunst des Anwenders.

Chat BU
Foto: dpa Picture Alliance/Wolfram Kastl

Kommunikation via App ist im privaten Umfeld Standard. Doch auch die Zusammenarbeit im Unternehmen kann vom richtigen Tool profitieren.

 Denn der entscheidet letztlich, über welchen Chatdienst er sich am besten austauschen kann, um seine Projekte zu erledigen. Der Kollaborationsspezialist Beck et al. Services hat dafür eine Übersicht zu den am häufigsten genutzten Chatdiensten zusammengestellt, und die Tools entlang ihrer Stärken und Schwächen im Unternehmensumfeld charakterisiert.

Slack – der Bürohipster: Die Gründer dieser Plattform hatten ein Ziel: die Nutzerfreundlichkeit sowie die Integrationsfähigkeit innerhalb der Enterprise-Collaboration-Landschaft signifikant zu verbessern. Der Dienst nahm es dabei gezielt mit den eher schwerfälligen Plattformen großer Softwareanbieter auf. Heute wird Slack als Nummer-eins-Chat-Tool im Start-up-Umfeld sowie bei agilen, digitalen Businessteams eingesetzt.

Microsoft Teams – der Teamassistent: Den Vergleich mit Slack braucht MS Teams nicht zu scheuen. Der jüngste Chatsprössling von Microsoft gibt seinen Anwendern eine Vielzahl von nützlichen Funktionen an die Hand, mittels derer die spontane Zusammenarbeit zwischen Gruppen und einzelnen Personen im Unternehmen spontan erleichtert wird. MS Teams wird vorwiegend von Gruppen aus dem MS-Office-Umfeld genutzt.

HipChat – der Projektmanager: Auch der Businesschatdienst des australischen Softwareunternehmens Atlassian verfügt über viele wichtige Funktionen bei der Zusammenarbeit im Team: Textchat, Filesharing, Audio sowie Videoanrufe, eine grenzenlose Chathistorie und mobile Apps für iOS und Android. Da HipChat aus der IT kommt, arbeiten damit vorwiegend Entwickler und Administratoren. Ein großer Nachteil: Im Businessumfeld stehen einige Funktionen nur kostenpflichtig zur Verfügung.

IBM Watson Workspace – der Lernfähige: Dieser Businesschat ist integraler Bestandteil der IBM Watson Work Services. Unterstützt durch die künstliche Intelligenz soll er kontinuierlich lernen, wie ein Mitarbeiter arbeitet und kommuniziert. Das Tool ist in der Lage, ganz unterschiedliche Konversationen im Team nach Kommunikationsarten zu unterteilen, um daraus die wichtigsten Aufgaben für den Mitarbeiter zur richtigen Zeit ableiten zu können. Genutzt von Mitarbeitern, die bereits die künstliche Intelligenz von Watson einsetzen.

Mattermost – der Sichere: Eine Alternative zum integrationsfähigen Slack-Interface ist das Team- und Messengertool Mattermost. Zwar ist dieser Dienst noch nicht sehr bekannt im Unternehmensumfeld, dennoch besitzt er äußerst nützliche Voraussetzungen. Denn dieses Tool können Unternehmen auf ihren eigenen Servern installieren und behalten damit die komplette Kontrolle über alle gespeicherten Nachrichten sowie Attachments. Geeignet für agile, digitale Businessteams.

Cisco Spark – der Visuelle: Dieser Dienst eignet sich besonders für Unternehmen, die ihre Kommunikation auf Basis von Cisco-Produkten aufbauen. Die Teammitglieder können über die Cisco-Anlage ganz einfach weltweit miteinander kommunizieren und konferieren. Mit Cisco Spark lässt sich eine hochverfügbare Infrastruktur um einen Teamchat erweitern. Das Tool unterstützt eine meetingähnliche Kommunikation, die an Geräte, Räume und Termine gekoppelt ist.

Google Hangout – der Lässige: Der Google Hangout Chat ist gewissermaßen das Gegenteil zu Cisco Spark. Die Unternehmensteams, die hierauf zurückgreifen, sind es gewohnt, ausschließlich im Browser zu arbeiten. Google Hangout funktioniert am besten über den Browser Chrome. Die Integration mit anderen Tools lässt allerdings derzeit noch zu wünschen übrig.

WhatsApp – der Beliebte: Aufgrund seiner großen Bekanntheit im privaten Umfeld, konnte sich das Tool auch im Unternehmen durchsetzen. Mitarbeiter nutzen zunehmend die Möglichkeit, über WhatsApp ihre Projekte zu koordinieren oder auch Termine mit Kollegen abzustimmen. Die Beliebtheit liegt nicht zuletzt daran, dass die Benutzung so selbsterklärend ist und sich so schnell entsprechende Netzwerkeffekte einstellen. Der Dienst wird von agilen, digitalen Teams genutzt, die starken Konsumentenkontakt haben.

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Foto: VDI nachrichten

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