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Freitag, 15. Dezember 2017

Börsenspiel

Über 40 % Rendite in nur fünf Monaten

Von Christoph Böckmann | 18. Mai 2017 | Ausgabe 20

Auf den ersten drei Plätzen stehen die Teilnehmer aktuell alle mindestens bei 40 % Rendite. Sie setzen vor allem auf deutsche Werte.

IngFonds (2)
Foto: Thorsten Jansen/Deutsche Börse

Deutsche Werte sind momentan beim Börsenspiel besonders gefragt.

Der Dax eilt von Rekord zu Rekord. Bei über 12 700 steht der Index der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften – so hoch wie nie zuvor. Davon profitieren auch die Ingenieure bei unserem Börsenspiel. Denn sie setzten vor allem auf heimische Werte. Satte 11 % erzielte der Ingenieurfonds seit Jahresbeginn. Er listet die zehn Werte, die die meisten Teilnehmer in ihren Spieldepots halten. Der Fonds funktioniert so nach dem Prinzip der Schwarmintelligenz. Und das aktuell sehr erfolgreich: Der MSCI World-Index, der mit 1600 Anteilsscheinen aus 23 Nationen die globale Kursentwicklung abbildet, schaffte im selben Zeitraum nur knapp 4 %.

Ingenieurfonds: 1000 € für den Sieger

„Deutsche Unternehmen profitierte zuletzt von guten Wirtschaftszahlen aus China und aktuell von einem konjunkturellen Aufschwung der Eurozone“, erklärt Michael Thaler von der Top Vermögen AG den Kursanstieg. Der Vermögensverwalter betreut den Ingenieurfonds.

Auf dem ersten Platz unseres Börsenspiels steht momentan Eric. Satte 43 % Rendite erzielte er bisher mit seinen Depot und liegt so knapp vor Danijel (41 %) und Michael (40 %). Eric legte sich in der laufenden Spielrunde bisher zur richtigen Zeit die richtige Werte ins Depot: Er erzielte mit Leoni 51 %, Lufthansa 40 %, Osram 36 %, Commerzbank 31 %, Stada 26 % und Apple 25 % Wertzuwachs.

„Das zeigt, dass man mit dem richtigen Timing auch mit ‚normalen Werten‘ eine sehr gute Rendite erzielen kann“, freut sich Thaler. Aktuell setzt Eric auf Windkraftanlagenhersteller Nordex, Deutsche Bank, Commerzbank, K+S sowie Easy Jet und Halbleiterhersteller Qualcomm.

„Das Depot ist quasi ein Optionsschein“, kommentiert Thaler. Die Anteilsscheine der Finanzinstitute könnten von einer Deregulierung des Bankensektors profitieren, die US-Präsident Donald Trump verfolgt. Nordex, Qualcomm und K+S sind zuletzt stark gefallen. Bei ihnen steht die Hoffnung im Vordergrund, dass sie wieder Boden gut machen.

Der in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelte US-Chipspezialist Qualcomm hat im zweiten Geschäftsquartal deutlich weniger verdient und umgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Analysten hatten allerdings mit noch Schlimmerem gerechnet.

Düngemittel- und Salzproduzent K+S rechnet für das laufende Jahr weiter mit Problemen wegen der ungelösten Abwasserentsorgung. Die Produktion werde im laufenden Jahr „noch nicht ganz rund laufen“, sagte der Vorstandschef Norbert Steiner vergangene Woche bei der Hauptversammlung in Kassel. Er bezeichnete 2017 als Übergangsjahr. Dennoch zeigte sich Steiner zuversichtlich: Der Kalipreis werde sich erholen, das neue Kaliwerk Bethune Mine in Kanada werde Ende Juni die erste Tonne verkaufsfähiges Kali produzieren und die durchschnittlichen Produktionskosten von K+S senken.

Bei Nordex ging der Auftragseingang für neue Anlagen im ersten Quartal um 38 % zurück. Der Umsatz konnte nur dank des stark wachsenden Service-Geschäfts leicht zulegen (+2 %). „Wir müssen unsere Kosten an das Geschäftsvolumen anpassen“, sagte der neue Vorstandschef José Luis Blanco. Das betreffe die Auslastung der Werke, die Senkung der Strukturkosten und natürlich ihr Programm zur kontinuierlichen Senkung der Stromgestehungskosten, also der Kosten für die Energieumwandlung. Das sei der entscheidende Faktor, um wieder auf einen Wachstumspfad zu gelangen.

Und bei Easy Jet geht es nach dem Brexit-Absturz seit einigen Wochen mit den Kursen wieder rauf.

Bis Ende Juni möchte Eric seinen Vorsprung natürlich halten. Denn der 30.06. ist der Stichtag. Wer dann mit der höchsten Rendite durchs Ziel geht, bekommt 1000 € von uns.

Mit Material von dpa

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