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Fallstudienbeschreibung

Fallbeispiel Produkt- und Serviceentwicklungsprozess
 
Das Weingut Schloss Kleisterbach, ein familiengeführtes Unternehmen mit 200 Mitarbeitern im Rheingau, hatte nach einigen blendenden Jahren in den 90ern Anfang des 21. Jahrhunderts einen relativ starken Nachfrageschwund zu verzeichnen. Vielen Kunden saß wohl nach dem Platzen der .com Blase das Geld für exquisiten Wein nicht mehr so locker. Ein paar verregnete Sommer konnte auch der sonnenverwöhnte Jahrgang 2003 alleine nicht ausgleichen. Die Umsatzzahlen fielen im Zeitraum von 2000 bis 2005 um 15%.
 
Hinzu kam, dass dem Unternehmen ein Generationswechsel bevor stand. Der bisherige Geschäftsführer Jakob Ammerbach wollte sich mit knapp 80 Jahren endlich in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen. Allerdings war die Nachfolge nicht ganz einfach. Jakob Ammerbach hatte sich vor etlichen Jahren mit seiner einzigen Tochter Ingrid überworfen, weil diese einen amerikanischen Unternehmer kennen gelernt hatte und mit diesem in die USA ausgewandert war. Ingrid Ammerbachs Sohn Mark jedoch fühlte sich seit seiner Kindheit stark zu seiner deutschen Heimat hingezogen und beschloss nach seinem Marketing-Studium am MIT in Boston, nach Deutschland zu gehen und das Weingut seines Großvaters gemeinsam mit seinem Cousin Martin Ammerbach zu führen. Im Sommer 2005 wurde das Weingut den beiden neuen Geschäftsführern übergeben. Martin Ammerbach kümmerte sich vorwiegend um die finanziellen Fragen und Mark Ammerbach war hauptsächlich für den Bereich Marketing zuständig.
 
Im Herbst 2005 beschloss die Geschäftsleitung, deutlich mehr in die Vermarktung seiner Weine zu investieren. Die Marketingabteilung wurde personell stark aufgestockt. Unter Mark Ammerbach wurde eine Vielzahl neuer Aktionen in Gang gebracht und Anfang 2007 konnte Schloss Kleisterbach bereits wieder steigende Umsätze verzeichnen.
 
Aber wird bei all dem Marketing nicht der Produktentwicklungsprozess vernachlässigt?
Kommen Produkt-, Service- und Prozessinnovationen derzeit vielleicht etwas zu kurz?
 
Annika Breitner, die neue Assistentin der Geschäftsführung bei Schloss Kleisterbach, fängt an zu zweifeln.

Aufgabenstellung
 
Wie sollte Schloss Kleisterbach das Thema neue Produkte und Services angehen?
Welche Prioritäten sollten gesetzt werden?
 
Machen Sie konkrete Angaben, was Annika Breitner der Geschäftsleitung vorschlagen sollte.
 
Folgende Fragen können Ihnen bei der Beantwortung der Aufgabenstellung helfen:
 
  • Ist der Lead User Ansatz für die Evaluierung der Gütekriterien des Weines sinnvoll?
  • Wurden aus Ihrer Sicht die richtigen Lead User ausgewählt, nämlich Gastronomen und Weinhandlungen?
  • Wären andere potenzielle Käufergruppen auch sinnvoll gewesen?
  • Wer sind die Kunden von Morgen?
  • Wie einfach ist ein Event wie die Blindverkostung nachzuahmen? Ist dies ein Alleinstellungsmerkmal? Oder ein Must-Have weil es die Konkurrenten auch anbieten?
  • Wie wichtig sind zusätzliche Serviceleistungen, die das Weingut anbietet?
  • Welche Rolle spielt das Design der Flasche bei Weinen?
  • Wäre es sinnvoll, Rogers Ideen eines Mass Customization Weines oder von Limited Editions auf das Kerngeschäft auszuweiten? Oder sollte es ein eigenständiger Bereich innerhalb von Schloss Kleisterbach sein?
  • Was kann Schloss Kleisterbach tun, damit Ideen wie die von Roger nicht einfach ungehört im Unternehmen verpuffen? Wie kann eine Vielzahl von Ideen generiert werden?
  • Wie könnte ein nachhaltiges Produkt- und Serviceentwicklungsmanagement implementiert werden?
Hinweis: die Fallstudie ist frei erfunden. Ähnlichkeiten mit Personen oder Unternehmen sind rein zufällig.
 

Anmeldung Seminarinhalte

 
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Dr. Harald Lisson, Objektleiter von ingacademy.de, stellt Ihnen das Weiterbildungsportal für Ingenieure vor. Erfahren Sie mehr über den ingenieurspezifischen Veranstaltungskalender, den Anbieterkatalog sowie über Stipendien für Ingenieure.

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