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Industrieforschung: Automobilbranche dominiert nach wie vor die deutsche Forschungslandschaft

Forschungsausgaben der Industrie steigen leicht an

VDI nachrichten, Düsseldorf, 25. 2. 05 -Die deutsche Industrie investiert wieder mehr in Forschung. Zwar muss für das Jahr 2004 mit einem leichten Einbruch gerechnet werden, dennoch ist der Trend positiv: Der Forschungsstandort Deutschland ist nach wie vor attraktiv.

Die Ausgaben der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung (FuE) haben sich in Deutschland in den letzten Jahren positiv entwickelt. Im Jahr 2003 sind sie gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % auf insgesamt 46,7 Mrd.  € gestiegen.
Allerdings lassen die Schätzungen für das Jahr 2004 einen leichten Rückgang um 1,7 % auf 45,9 Mrd.  € erwarten,Nach Angaben des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Anfang dieser Woche seine Zahlen vorstellte, ist das jedoch nur eine kurze Delle: Für das Jahr 2005, so Christoph Grenzmann, Geschäftsführer der Wissenschaftsstatistik beim Stifterverband, sieht der Trend dann wieder positiv aus: Erwartet wird ein Anstieg um 2,4 % auf insgesamt 47 Mrd.  €.
Gut ein Viertel (11,5 Mrd.  €) der FuE-Ausgaben entfiel 2003 auf die in Deutschland durchgeführte Forschung von Tochterunternehmen ausländischer Konzerne.
Nicht enthalten in den 46,7 Mrd.  € sind - aus Gründen der internationalen Vergleichbarkeit der Statistiken - gut 11,9 Mrd.  €, die von deutschen Unternehmenstöchtern im Ausland in Forschung investiert wurden.
Die Bilanz von deutscher FuE im Ausland und ausländischer FuE in Deutschland ist demnach also fast ausgeglichen.
Damit, so Grenzmann, könne auch von einem übermäßigen Abwandern von Forschung ins Ausland derzeit kaum die Rede sein.
Vor einigen Wochen hatte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Ludwig Georg Braun, davor gewarnt, dass die Forschung aus Deutschland auswandere und der Forschungsstandort Deutschland an Attraktivität verliere.
Die Zahlen des Stifterverbandes belegen das nicht. Grenzmann: "Wir sehen hier einen ganz normalen Prozess der Globalisierung." Allerdings, so Grenzmann, "muss man die Entwicklung sorgfältig beobachten."
Ein wesentlicher Trend der vergangen Jahre hat sich auch in jüngster Zeit noch verstärkt: die dominante Rolle der Automobilindustrie in der deutschen FuE-Landschaft. 33,9 % aller FuE-Ausgaben entfielen auf die Kraftfahrzeugindustrie.
Danach folgten die Elektrotechnik (19,1 %), die chemische Industrie (16,8 %) und der Maschinenbau mit 9,8 %). Seite 4moc

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