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Ratgeber: Wachstumsschwellen erfolgreich meistern

16.8.2011 - Nach einer erfolgreichen Gründung dürfen sich Jungunternehmer nicht ausruhen. Ihre Firma muss wachsen. Mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zusätzliches Know-how und auch eine größere regionale Reichweite bieten Unternehmen die Chance, u.a. wechselnde Kundenbedürfnisse zu befriedigen, zusätzliche und größere Kunden zu gewinnen, auf Marktveränderungen zu reagieren, mit neuen Produktionstechnologien Schritt zu halten, wettbewerbsfähig zu bleiben und Risiken durch Alternativen auszugleichen. Wie aber werden Wachstumsschwellen erfolgreich gemeistert?

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Das Bundeswirtschaftsministerium gibt Tipps: „Wachstumsschwellen werden nur dann zum Problem, wenn Unternehmerinnen und Unternehmer sie entweder nicht rechtzeitig erkennen oder nicht angemessen darauf reagieren. Wichtig sind also ihre Früherkennung und die richtigen Folgemaßnahmen. Wachstumsschwellen können sich vor allem in den folgenden Bereichen einstellen:
Finanzierungsplanung, Kapitalbedarf, Leistungskapazität, Unternehmensplanung, Personalplanung, Organisation, Innovationen, Kunden, Vertrieb, Kooperation.
Beispiel: Wachstumsschwelle „Unternehmensplanung“. Sichtbares Zeichen für Mängel bei der Unternehmensplanung kann sein, dass ein Unternehmen wiederholt größere Aufträge ablehnen muss. Grund dafür ist häufig, dass die liquiden Mittel fehlen, um solche Aufträge vorzufinanzieren. Typisch ist zudem, dass so manches Unternehmen Aufträge der unterschiedlichsten Art annimmt, dabei den Bereich seiner Kernkompetenzen verlässt und sich so strategisch verzettelt. In der Folge fehlen dann wichtige Ressourcen für das Kerngeschäft, in dem sich das Unternehmen eigentlich einen Namen machen sollte. Sein Profil verblasst, und es erhöht sich der Druck, auch weiterhin „fachfremde“ Aufträge anzunehmen. Kern-und „Zusatzgeschäft“ zusammen werden in der Folge womöglich nicht mehr zufriedenstellend erledigt, selbstgewählte strategische oder betriebswirtschaftliche Ziele können nicht mehr erreicht werden.
Ein Anlass dafür, vom „rechten Weg“ abzuweichen, ist meist, dass Unternehmen sich scheuen, Aufträge abzulehnen, um Kunden nicht zu verprellen. Ein weiterer ist der Versuch eines ungeordneten Wachstums „auf Teufel komm raus“. Hintergrund für derartiges Wirtschaften ist oft, dass in den beteiligten Unternehmen ein klar umrissenes Unternehmensbild fehlt: Welches sind ihre Kernkompetenzen?
Jedes Unternehmen sollte sich daher regelmäßig mit seiner strategischen Unternehmensplanung auseinandersetzen. Welche Produkte/Dienstleistungen sollen angeboten werden? Wer sind die Kunden? Wichtige Fragen, mit deren Hilfe man die strategische Marschroute ggf. korrigieren kann, sind: Werden die Produkte/Dienstleistungen ausreichend nachgefragt? Werden genug neue Kunden gewonnen?
Bei unzureichender Nachfrage ist die Übernahme von Aufträgen nicht in jedem Fall empfehlenswert: Lohnt es sich, Ressourcen für Leistungen zu verplanen, die das Unternehmen nicht wirklich gut kann? Vielleicht ist das Angebot nur eine Ausnahme? Womöglich ist es besser, einen Kooperationspartner ins Boot zu nehmen, der im geforderten Leistungsbereich besser ist. Um diese Fragen beantworten zu können, sollten Unternehmen regelmäßig eine Stärken-Schwächen-Analyse durchführen. Unabdingbar ist zudem, den Markt genau beobachten: Welche Trends zeichnen sich ab? Wo und womit werden welche Umsätze erzielt? Ergebnis: ein „gesunder“ und erfolgreicher Produkt-Mix.“ Quelle: GründerZeiten Nr. 57 „Wachstum“. (sta)
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