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Dienstag, 23. Januar 2018

Automation

Der Wettbewerb hat begonnen

Von Martin Ciupek | 23. November 2017 | Ausgabe 47

Cloud-Technologien erhöhen das weltweite Entwicklungstempo in Industrieanwendungen.

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Foto: Mitsubishi Electric

Einbinden von Partnern: Über Cloud-basierte Plattformen werden auch Lösungen von Partnern bereitgestellt. Die eFactory-Alliance von Mitsubishi Electric ist ein Beispiel dafür.

Cloud- und Internetstrategien in industriellen Anwendungen lassen regionale Grenzen endgültig fallen. Damit gibt es kein Entkommen. „Unternehmen, die sich digitalen Plattformen verweigern riskieren damit, erfolgskritische Entwicklungen komplett zu verpassen“, mahnte kürzlich Thomas Rohrbach, Geschäftsführer von Staufen Digital Neonex in Stuttgart. Beim Tochterunternehmen des Beratungsunternehmens Staufen AG geht man davon aus, dass „Unternehmen mitziehen müssen, um zu überleben.“ Doch noch zeigte sich mehr als die Hälfte der von den Beratern befragten deutschen Industrieunternehmen gelassen. Rohrbach: „Angesichts der Tatsache, dass solche Angebote derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen, muss man von einer trügerischen Sicherheit sprechen.“

Viel selbstbewusster als in Deutschland geht man traditionell in den USA mit Internetkonzepten um. „Wir haben die ,Dinge‘ im Internet der Dinge und ein solides Applikations- und Branchenwissen“, erklärte kürzlich Ramanath Ramakrishnan, Chief Technology Officer von Eaton, im Gespräch mit den VDI nachrichten. Diese Kombination bilde die Basis, um das Energiemanagement über Unternehmensbereiche wie Automotive, Elektrotechnik, Hydraulik und Luftfahrt hinweg in eine digitale Welt zu übertragen.

Neben Aspekten des verbesserten Energiemanagements denkt er dabei auch an völlig neue Geschäftsmodelle. „Wir bieten unseren Kunden Garantieverlängerungen“, verdeutlichte er am Beispiel von Antriebslösungen für Nutzfahrzeuge. „Das geschieht auf Basis von echten Felddaten aus den Fahrzeugen und der Wartung der Kraftübertragungskomponenten“, so der Technologievorstand. Durch hoch entwickelte statistische Analysen lasse sich damit der Verschleiß, die Restlebensdauer und das Risiko eines Ausfalls reduzieren.

Um seine Kompetenz auch in Deutschland umsetzen zu können, ist der US-Konzern Ende 2016 eine Partnerschaft mit T-Systems eingegangen. Die beiden Unternehmen kooperieren seitdem branchenübergreifend beim Internet der Dinge (IoT). Insbesondere Maschinen- und Anlagenbauern sollen damit sichere Lösungen zur Vernetzung über Cloud-Computing zur Verfügung gestellt werden. „Damit fokussieren wir uns auf Deutschland, können das aber, falls nötig, durch unser Engagement in ganz Europa einfach ausbauen“, ließ Ramakrishnan wissen.

Ähnlich sieht es beim japanischen Automatisierungsspezialisten Mitsubishi Electric mit Sitz in Ratingen aus. Das Unternehmen arbeitet mit SAP zusammen, wenn es um Cloud-Konzepte geht. „Was wir hier in Deutschland machen hat eine starke Relevanz für Europa“, sagt Hartmut Pütz, Präsident der Factory Automation – European Business Group von Mitsubishi Electric.

Bereits seit 2003 bindet Mitsubishi Electric mit ihrer eFactory-Alliance Partner ein. „Damals sprach noch niemand von Industrie 4.0“, stellt Pütz fest. Bereits zu dieser Zeit habe man kein monolitisches System entwickeln wollen, sondern die beste Gesamtlösung aus verschiedenen Elementen mit unterschiedlichen Partnern umsetzen wollen. „Durch den starken Fokus auf Industrie 4.0 haben wir da nun eine höhere Dynamik hinein bekommen“, freut sich der Mitsubishi-Electric-Manager.

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