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Mittwoch, 24. Januar 2018

Arbeitsrecht

Die Daten der Mitarbeiter

Von Claudia Burger | 24. November 2016 | Ausgabe 47

Arbeitsrecht: Immer mehr Firmen nutzen beim Recruiting Software, um Mitarbeiter zu finden. Manche werten die Stimmmodulation aus, um zu erkennen, ob die Person für einen Job geeignet ist. Auch Big Data ist ein Thema.

Die Rechtsanwälte Christoph Ceelen und Markus Kaulartz von der Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle erklären, was zulässig ist.

VDI nachrichten: Darf ein Arbeitgeber ein Programm verwenden, das Rückschlüsse auf die Persönlichkeitsmerkmale zulässt?

Foto: CMS Hasche Sigle

Christoph Ceelen ist promovierter Jurist bei CMS Hasche Sigle.

Ceelen: Ja. Der Arbeitgeber darf ermitteln, was einen konkreten Bezug zur ausgeschriebenen Tätigkeit hat. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Bewerbers verbietet eine weitere Ausforschung. Zudem setzt der Datenschutz enge Grenzen; der Arbeitgeber muss über ein verwendetes Programm aufklären und der Bewerber in dessen Nutzung einwilligen.

Alle reden von Big Data. Was ist in puncto Mitarbeiter dabei zu beachten?

Foto: CMS Hasche Sigle

Markus Kaulartz ist promovierter Jurist bei CMS Hasche Sigle.

Kaulartz: Der Arbeitgeber darf nur solche personenbezogenen Daten der Mitarbeiter erheben, die für das Arbeitsverhältnis erforderlich sind. Ansonsten ist eine besondere Rechtfertigung – etwa eine Betriebsvereinbarung – notwendig, um Daten zu sammeln.

 Was können Arbeitnehmer tun, um sich zu schützen?

Ceelen: Ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter wacht über die Einhaltung des Datenschutzes und berät Mitarbeiter. Soll mit einer Datensammlung das Verhalten oder die Leistung der Mitarbeiter kontrolliert werden, hat der Betriebsrat – sofern vorhanden – ein detailliertes Mitbestimmungsrecht für den Einsatz und die Ausgestaltung des Programms. cer

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