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Samstag, 20. Januar 2018

Informationstechnik

Ärger mit der Freude

Von Regine Bönsch | 16. November 2017 | Ausgabe 46

Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, der auf Basiskünstlicher Intelligenz (KI) acht verschiedene Basisemotionen nur anhand der Stimme erkennt. Das neuronale Netzwerk ist von Wissenschaftlern der National Research University Higher School of Economics in Moskau getestet worden und hatte eine Trefferquote von immerhin 71 %.

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Foto: panthermedia.net/Luis Louro

Verwechslungsgefahr: Gerade extreme Gemütszustände wie Freude und Ärger lassen sich schwer aus der Stimme ablesen.

Während es jedoch Gemütszustände wie Gleichgültigkeit, Gemütsruhe, Trauer, Ärger, Ekel und Angst relativ präzise aus der Stimme erkannte, kam es beim Faktor Freude zu Schwierigkeiten. Freude konnte nur zu 45 % richtig interpretiert werden, da diese Emotion häufig mit Ärger oder Angst verwechselt wurde. Die Forscher haben für ihre Untersuchungen Sprachaufzeichnungen von 24 Schauspielern in Bilder, sogenannte Spektrogramme, transformiert.

Studienleiterin Anastasiya Popova weiß, dass die Wissenschaftler den Algorithmus noch überarbeiten müssen, um ihn dann in intelligenten Assistenzsystemen einzusetzen: „Unglücklicherweise hat unser neuronales Netzwerk Probleme damit, Freude und Ärger auseinanderzuhalten. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um die stärksten Emotionen handelt, die sich auf den Spektrogrammen leicht ähneln.“

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