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Samstag, 23. Februar 2019

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Aussteller und Besucher sorgen für Geldsegen

Von Peter Steinmüller | 14. September 2017 | Ausgabe 37

Mit den volkswirtschaftlichen Effekten des Messegeschäfts beschäftigt sich eine aktuelle Studie des ifo Instituts.

Wer auf der „drupa“ einmal die Hallen mit den großen Rotationsmaschinen für den Zeitungs- und Zeitschriftendruck besucht hat, ahnt, welcher finanzielle Aufwand für Investitionsgütermessen getrieben wird. Wie viel bei Bürger und Staat ankommt, hat nun eine Studie des ifo Instituts im Auftrag der Messe Düsseldorf untersucht.

Bereits vor wenigen Wochen hatte eine Studie der Auma, des Verbandes der deutschen Messewirtschaft, die Messe Düsseldorf mit 443 Mio. € Umsatz im Jahr 2016 auf Platz fünf der weltweit führenden Messeunternehmen gelistet. Allerdings spricht das ifo angesichts zahlreicher umsatzträchtiger Messen vom Ausnahmejahr 2016. Für die starke Stellung der Düsseldorfer sorgen besonders die Leitmessen der Investitionsgüterbranche, zu der neben der „drupa“ etwa die „wire“ für die Drahtindustrie und die Kunststoffmesse „K“ zählen.

Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, betonte bei der Vorstellung der Studie selbstbewusst, dass die Messe Düsseldorf eine der weltweit profitabelsten Messegesellschaften mit eigenem Gelände sei. In einem durchschnittlichen Messejahr geben die Aussteller und Besucher weltweit 1,9  Mrd. € für die Düsseldorfer Veranstaltungen aus, davon 1,31 Mrd. € im Inland. Dies regt in Deutschland Umsätze in Höhe von 2,44 Mrd. € an, von denen mehr als die Hälfte direkt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt erwirtschaftet wird, errechneten die Münchner Volkswirte. Damit hängen laut Studie immerhin 13 000 Arbeitsplätze in Düsseldorf am Messegeschäft. Rund ein Viertel der jährlich 1 Mio. Übernachtungen in der Stadt am Rhein entfallen auf Messebesucher und -aussteller.

Weit weniger profitiert Düsseldorf von den Steuereinnahmen in Höhe von jährlich 465 Mio. €, von denen mit 234 Mio € rund die Hälfte dem Bund zugute kommt, während in der Stadt lediglich 30 Mio. € hängen bleiben.