Passwort vergessen?  |  Anmelden
 |  Passwort vergessen?  |  Anmelden

Samstag, 20. Januar 2018

Technologies to watch

Die Zukunft im Blick

Von Stefan Asche, Bettina Reckter | 21. Dezember 2017 | Ausgabe 51

Welche Techniken werden in den nächsten Jahren von sich reden machen? Die Redaktion der VDI nachrichten zeigt die Entwicklungstrends 2018.

S1 Aufmacher TTW (3)
Foto: panthermedia.net/Yurok Aleksandrovich

Forschung ist die Basis technologischer Innovationen. Deutsche Unternehmen haben die einschlägigen Investitionen zuletzt um 3,1 % erhöht.

Beeindruckend, was 2018 auf uns zukommt: etwa Autos ohne Fahrer. Oder Fahrräder ohne Kette. Zugleich wird sich unsere Sichtweise auf die Umwelt verändern: So können wir dank neuer Mikroskope Vorgänge in lebenden Zellen beobachten – in Echtzeit, auf Nano-Ebene und dreidimensional. Außerdem schauen wir durch Kameralinsen, die einen Perspektivwechsel ermöglichen – selbst dann noch, wenn das Bild schon im Kasten ist.

Wir werden vielleicht Kleidung tragen, die Töne fühlbar macht, Maschinen mit unseren Gedanken bedienen, synthetische Kraftstoffe tanken und dank aktiver Fahrzeugkomponenten sicherer durch den Straßenverkehr spazieren. Bauwerke könnten derweil dank Carbonbeton schlanker werden. Und Häuser kommen mancherorts direkt aus dem Drucker.

Diese und weitere Technologietrends stehen im „Fokus“ dieser Ausgabe.

Hinter all diesen Entwicklungen steckt intensive Forschungsarbeit. Und da sind deutsche Firmen gut aufgestellt. Das jedenfalls zeigt die am Mittwoch veröffentlichte FuE-Statistik des Stifterverbands, durchgeführt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Demnach haben die Unternehmen im Jahr 2016 die Ausgaben für ihre eigene FuE um 3,1 % erhöht – auf 62,8 Mrd. €. Das sind knapp 2 Mrd. € mehr als noch ein Jahr zuvor. Getragen wird das Wachstum nach wie vor von Großunternehmen.

Der Anteil der FuE-Ausgaben an der gesamtwirtschaftlichen Leistung lag im Jahr 2016 bei 2,94 %. Damit wurde das 3 %-Ziel der Bundesregierung erneut knapp verfehlt. 2015 lag der Wert nach Auswertung der endgültigen Zahlen bei 2,92 %. Ein Blick in die einzelnen Branchen zeigt: Der Kraftfahrzeugbau bleibt Innovationsmotor. Mit rund einem Drittel aller finanziellen und personellen Aufwendungen wird hier mit Abstand am meisten geforscht und entwickelt. Dafür haben die Automobilhersteller und ihre Zulieferer 2016 insgesamt 21,9 Mrd. € ausgegeben, 2 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der in FuE Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum sogar um 5,3 % auf fast 114 000. Zum Vergleich: Über alle Branchen hinweg wuchs die Zahl der Forscher und Entwickler um 2 % auf 413 000.

Auch die Unternehmen der Elektrotechnik und im Maschinenbau haben ihre Forschungen intensiviert, die zuständigen Abteilungen ausgebaut und ihr Personal erhöht. Das gilt genauso für den Pharmabereich und für die Chemiebranche.

Positiv ist auch die Entwicklung in der Branche der unternehmensnahen Dienstleistungen, wie Informations- und Kommunikationstechnologien, Ingenieurbüros sowie Banken und Versicherungen. Sie legten 2016 bei den internen FuE-Aufwendungen um 5,9 % noch mal kräftig zu und kamen auf 8,6 Mrd. € (2015: 8,2 Mrd. €).

Auch für das Jahr 2017 sieht die Lage positiv aus. Die Unternehmen planten, im laufenden Jahr in ihren Abteilungen noch mehr zu forschen sowie Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und dafür ihre internen FuE-Ausgaben noch einmal kräftig zu erhöhen. Vor allem die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen prognostizierten eine deutliche Ausweitung ihrer Budgets.

stellenangebote

mehr