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Mittwoch, 20. Februar 2019

Rüstung

Die eine fliegt, der andere nicht

Von Peter Steinmüller | 7. Februar 2019 | Ausgabe 06

Die Ergebnisse der deutsch-französischen Partnerschaft sind durchwachsen, wie der Blick in die Vergangenheit zeigt.

S8 Rubrik (2)
Foto: TSgt. Rod Prouty, USAF/Public Domain

Die Transall C-160 war eines der ersten und ist bis heute das langlebigste Produkt deutsch-französischer Partnerschaft. Das taktische Transportflugzeug steht seit mehr als 50 Jahren im Dienst beider Luftstreitkräfte. Für Frankreich war die robuste Maschine bei Interventionen in Afrika unverzichtbar. Bei der Bundeswehr übernahm die Transall wichtige Aufgaben bei den ersten bewaffneten Auslandseinsätzen, so in Somalia und auf dem Balkan, etwa bei der Luftbrücke nach Sarajevo (VDI nachrichten 26/2018).

Foto: ddp images/Jens-Ulrich Koch

Das Flugabwehrraketensystem Roland stattete die Streitkräfte beider Länder in den 1980er-Jahren mit einem mobilen schlagkräftigen Schutz ihrer Flugplätze und Fahrzeugkolonnen gegen Tiefflieger aus. Allerdings hatte die Entwicklung 20 Jahre gedauert und hohe Kosten verursacht. Zu den Auslandskunden zählte auch der Irak des Saddam Hussein: Das deutsch-französische Unternehmen Euromissile lieferte mehr als 1000 Lenkwaffen, die im Krieg gegen den Iran zum Einsatz kamen.

Foto: Sgt. Rick Frost/US Army, Public Domain

Der Eurocopter PAH Tiger sollte sich als fliegende Feuerwehr den Panzern des Warschauer Paktes entgegenstemmen. Mitte der 1980er- Jahre konzipiert, begann die Auslieferung des Panzerabwehrschraubers erst zu Beginn der Nullerjahre. Sie dauerte für die knapp 70 deutschen Maschinen 13 Jahre. Immer wieder minderten technische Schwierigkeiten die Einsatzbereitschaft. Als die Bundeswehr den Tiger dringend in Afghanistan benötigte, musste er zunächst jahrelang nachgerüstet werden.