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Mittwoch, 17. Januar 2018

Geschlechter

Frauenförderung für Chefposten steckt noch in den Kinderschuhen

Von Wolfgang Schmitz | 16. November 2017 | Ausgabe 46

Frauen sind nach wie vor bei den Führungskräften deutscher Betriebe unterrepräsentiert. 2016 waren 26 % der Führungskräfte in den obersten Ebenen der Privatwirtschaft Frauen.

 Auf der zweiten Ebene lag ihr Anteil bei 40 %. Während sich der Anteil auf der ersten Führungsebene seit 2004 mit einem Plus von zwei Prozentpunkten nur wenig verändert hat, stieg er auf der zweiten Führungsebene um sieben Prozentpunkte. Das zeigen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

In Ostdeutschland ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft höher als in Westdeutschland. Auf der ersten und zweiten Ebene liegt er bei 30 % bzw. 47 %, im Westen bei 25 % bzw. 39 %. Kleine Betriebe werden häufiger von Frauen geführt als große. In Großbetrieben mit mindestens 500 Beschäftigten sind 13 % der Führungspositionen auf der ersten Ebene mit Frauen besetzt. In Betrieben mit zehn bis 49 Beschäftigten sind es 24 %, in Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten 28 %.

Der Aufstieg in Führungspositionen hängt stark von betrieblichen Rahmenbedingungen ab. „Betriebe engagieren sich zwar zunehmend im Bereich personalpolitischer Maßnahmen zur Gleichstellung von Männern und Frauen. Die gezielte Förderung von Frauen, insbesondere zur Vorbereitung auf Führungsaufgaben, ist aber nach wie vor selten zu finden“, heißt es in der IAB-Studie. 5 % der Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten verfügen über Mentoringprogramme, Frauenförderpläne oder Zielvereinbarungen zur Erhöhung des Frauenanteils. ws

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