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Mittwoch, 20. Februar 2019

IFO

Frostiger Jahresauftakt und pessimistischer Ausblick

Von dpa/cb | 7. Februar 2019 | Ausgabe 06

In den Chefetagen sank die Stimmung zum Jahresbeginn auf den tiefsten Stand seit drei Jahren.

Foto: VDI nachrichten

Das Ifo-Geschäftsklima fiel im Januar im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Punkte auf 99,1 Zähler, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Nach dem fünften Rückgang in Folge liegt das Stimmungsbarometer damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2016. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Abschwung“, kommentiert Ifo-Präsident Clemens Fuest. Während die Unternehmen ihre aktuelle Lage nur etwas schwächer einschätzen, bewerten sie die Aussichten für die kommenden sechs Monate deutlich pessimistischer. 

Auto

Foto: VDI nachrichten

Die Nachfrage von Kraftwagen und Kraftwagenteilen nahm zum Ende des vergangenen Jahres zu. Im Januar berichteten die befragten Unternehmen häufiger von gestiegenen Auftragseingängen und auch die Beurteilung des Auftragsbestands fiel merklich günstiger aus. Dennoch wurde die aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so günstig beurteilt wie zuletzt. Gleichzeitig waren die Geschäftsperspektiven von spürbarem Pessimismus gekennzeichnet und auch auf den ausländischen Märkten wurden Geschäftsrückgänge erwartet.  ifo

Hochbau

Foto: VDI nachrichten

 

Die Unternehmen äußerten sich – teils erheblich – zurückhaltender, sowohl hinsichtlich ihrer aktuellen Lage als auch mit Blick auf die kommenden Monate. Die Reichweite der Auftragsbestände erhöhte sich im öffentlichen Hochbau um 0,2 auf 3,4 Monate. Im gewerblichen Hochbau und im Wohnungsbau stagnierten die Auftragspolster dagegen bei 4,0 bzw. 4,6 Monaten.   ifo

Tiefbau

Foto: VDI nachrichten

Die Zuversicht bezüglich des weiteren Geschäftsverlaufs verringerte sich zwar lediglich moderat, gleichzeitig fielen die Lageurteile jedoch beträchtlich ungünstiger aus als zuletzt. Der Ausnutzungsgrad des Maschinenparks sackte um beachtliche 6,6 Prozentpunkte auf 70,9 % ab, wobei derartige Einbrüche in der Vergangenheit keine dauerhaften Auswirkungen hatten. Mehr als die Hälfte der Befragten beklagten zudem die widrigen Witterungsverhältnisse.

ifo 619

Architektur

Foto: VDI nachrichten

Chemie

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DV-Geräte

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Elektro

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Gummi/Kunststoff

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Maschinenbau

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Metall

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Das Ifo-Institut fragt monatlich bei 7000 Unternehmen in Deutschland wichtige Daten ab. So ermitteln die Münchner Wissenschaftler nach Branchen gesplittet die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate in den Unternehmen. Beispiel: Wenn 40 % der Befragten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage positiv beurteilen, 60 % dagegen negativ, ergibt das eine Geschäftslage von minus 20 %.