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Samstag, 20. Januar 2018

Umwelt

Industrie ohne Quecksilberemissionen

Von Bettina Reckter | 21. September 2017 | Ausgabe 38

Sie ist seit Jahren das erste multilaterale Umweltabkommen der Vereinten Nationen: die Minamata-Konvention, die den Ausstoß von Quecksilber weltweit eindämmen soll.

S1 UA Quecksilber (2)
Foto: Evonik

Jede Menge Salz benötigt die Industrie für die Chlorgewinnung. Das geht nun auch ohne quecksilberhaltige Elektrolysen.

Benannt ist sie nach der japanischen Stadt Minamata, deren Anwohner jahrzehntelang durch quecksilberhaltige Abwässer massiv belastet wurden. Sie erlitten Lähmungen, Nervenschäden und Missbildungen.

In der Umwelt ist das giftige Schwermetall weit verbreitet. Viele industrielle Prozesse setzen Quecksilber frei – z. B. bei der Kohleverstromung, in Zementwerken und in der Chemie. Die EU hat bereits eine an die Konvention angepasste Quecksilberverordnung auf den Weg gebracht, die der Industrie konkrete Fristen setzt. Demnach ist für die quecksilberhaltige Chlor-Alkali-Elektrolyse ab Mitte Dezember Schluss.

Die deutsche Industrie sieht sich als Vorreiter bei der Umsetzung der Konvention. Sie testet derzeit neue Technologien und baut sogar ganze Standorte um. Für die erste Vertragsstaatenkonferenz, die vom 24. bis 29. September in Genf stattfindet, ist man gut gerüstet.

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