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Donnerstag, 21. März 2019

Jubiläum

Jedes Element findet seinen Platz

Von dpa/jdb | 14. März 2019 | Ausgabe 11

Das Periodensystem der Elemente gehört in den Chemieraum wie Landkarten zum Geografieunterricht. Vor 150 Jahren wurde es erfunden.

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Foto: panthermedia.net/Peter Hermes Furian

Sie ist die vielleicht wichtigste Tabelle der Welt. Seit 150 Jahren stellt das Periodensystem alle Elemente an ihren vorgesehenen Platz. Das PSE (wie es Schüler und Forscher abkürzen) wurde erstmals am 6. März 1869 der Russischen Chemischen Gesellschaft offiziell vorgestellt. Chemie-Professor Dmitri Mendelejew aus Sankt Petersburg hatte es kurz zuvor skizziert. Doch wird die revolutionäre Idee nicht von ihrem geistigen Vater vorgestellt, sondern von einem seiner Kollegen.
Auch andere Forscher untersuchten damals die bekannten Elemente. So auch Lothar Meyer. Mendelejews Veröffentlichung soll den Deutschen dazu bewogen haben, seine bereits erarbeitete Tabelle kurz darauf ebenfalls zu publizieren. Meyer und Mendelejew erhalten für ihre Forschung 1882 gemeinsam die prestigeträchtige Davy-Medaille.
Das Periodensystem ist kein Zufallsfund, sondern das Resultat penibler Ausdauer. 20 Jahre will Mendelejew über die Beziehungen der damals bekannten rund 60 Elemente nachgedacht haben, bis er sie streng nach dem Gewicht ihrer Atome klassifiziert. Dabei nimmt er auch damals noch unbekannte Stoffe auf, bei denen er davon ausgeht, dass sie vorhanden sein müssen – etwa die später entdeckten Elemente Scandium, Gallium und Germanium.
Das über Jahrhunderte gewachsene Periodensystem stellt bis heute in den senkrecht angeordneten „Gruppen“ ähnliche Elemente zueinander. Zum Beispiel gehören zu den Alkalimetallen unter anderem Lithium, Natrium, Kalium und Cäsium.
Der Wasserstoff als häufigstes und zugleich leichtestes Element hat im PSE die Ordnungszahl 1. Diese gibt die Anzahl der elektrisch positiv geladenen Protonen in einem Atomkern an. Das schwerste Element mit der höchsten Ordnungszahl 118 wurde erst nach dem Jahr 2000 erzeugt: Oganesson.
Manche Elemente müssen sich erst durchsetzen. Als 1894 das Edelgas Argon entdeckt wird, verneint Mendelejew zunächst dessen Existenz – weil er dafür einfach keine Lücke in seinem System findet. Für ihn ist es ein „neuer Bestandteil der Luft“. Doch als auch Gase mit ähnlichen Eigenschaften wie Radon und Neon entdeckt werden, bekommen die Edelgase ihren Platz – in einer eigenen Spalte.