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Dienstag, 23. Januar 2018

Studie

Kinder trainieren für die digitale Welt

Von Jens D. Billerbeck | 2. November 2017 | Ausgabe 44

Kinder nutzen bereits in jungen Jahren digitale Technik. Doch viele Eltern fühlen sich dem nicht gewachsen. Digitale Bildung tut not.

Foto: Grafik: Scoyo/Wonder Workshop

Digitale Bildungslücke: Obwohl viele Kinder bereits im Grundschulalter digitale Medien nutzen, lernt knapp die Hälfte von ihnen weder zu Hause noch in der Schule den Umgang damit.

Während die Politik noch über Wege und Zuständigkeiten diskutiert, sind Eltern schon täglich damit konfrontiert, ihre Kinder auf eine digitalisierte Welt vorzubereiten. Allerdings fühlen sich nur 29 % von ihnen „sehr sicher“ im Umgang mit den Anwendungen, die die eigenen Kinder nutzen. Dies geht aus einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag des Onlinelernspezialisten Scoyo und des Lernroboterentwicklers Wonder Workshop hervor.

Die Studie zeigt aber auch, dass bereits drei von vier Grundschülern Smartphone und Co. nutzen. Nicht verwunderlich also, dass sich 57 % der Eltern für Digitalkunde spätestens ab der Grundschule aussprechen. Die Umfrageergebnisse zeichnen in Verbindung mit einer begleitenden Befragung von Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren ein klares Bild davon, warum eine einheitliche digitale Bildung dringend erforderlich ist und welche Veränderungen Familien verlangen.

Realität im Jahr 2017: Kinder nutzen bereits in jungen Jahren Smartphone, Tablet oder PC. Unter den Elf- bis 14-Jährigen verwenden 93 % digitale Technologien. Bei den Grundschülern sind es schon 74 %, wie aus der Studie hervorgeht.

Nahezu die Hälfte (45 % der Sechs- bis Zehnjährigen) lernt allerdings weder zu Hause noch in der Schule etwas über die Nutzung von digitalen Geräten, wie die Fact-Umfrage zeigt. Die Grundbildung, die spätestens mit einer regelmäßigen Nutzung von Tablet und Co. stattfinden müsste, fehlt also bei vielen.

Bei der Vorbereitung der nächsten Generation auf die digitale Welt tragen Eltern laut den Studienergebnissen besonders große Verantwortung: 93 % der befragten Kinder wenden sich an ihre Eltern, wenn sie wissen möchten, wie man richtig im Internet recherchiert oder welche Gefahren es gibt. Nur 18 % fragen ihre Lehrer. 5 % informieren sich gleich selbst im Netz. Doch die deutliche Mehrheit der Eltern fühlt sich für diese Aufgabe nicht wirklich gut gerüstet: 29 % fühlen sich „sehr sicher“ im Umgang mit den digitalen Medien und Anwendungen, die das Kind nutzt. Die Hälfte fühlt sich lediglich „eher sicher“, während jeder Fünfte „eher unsicher“ oder sogar „sehr unsicher“ ist.

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