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Samstag, 23. Februar 2019

Bildung

Mehr als jeder dritte Absolvent hat ein Mint-Fach studiert

Von Wolfgang Schmitz | 14. September 2017 | Ausgabe 37

Die zahlreichen Initiativen und Aufrufe, die junge Menschen für den Ingenieurberuf begeistern sollen, sowie die Aussicht auf gute Jobchancen hinterlassen deutliche Spuren. Der Anteil der Hochschulabsolventen in den MintStudienfächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik beträgt hierzulande 37 %.

 Das entspricht dem höchsten Anteil unter allen Industrieländern. Indien (31 %), Südkorea (30 %), Österreich (29 %) und Russland (29 %) können auf annähernd ähnliche Quoten verweisen. Darin spiegele sich Deutschlands starke technologische Ausrichtung wider, kommentiert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Studie „Bildung auf einen Blick 2017“, die sie am Dienstag dieser Woche vorstellte. Zwei Dilemmata aber bleiben: Frauen sind in den meisten Mint-Fächern unterrepräsentiert. Sie machen nur 28 % der Studienanfänger aus. Und Deutschland ist es nicht gelungen, die soziale Bildungsmobilität „von unten nach oben“ zu verbessern.

Studieren lohnt. Das ist keine neue Botschaft, wird aber von der OECD noch einmal mit Zahlen untermauert. Demnach beträgt die Beschäftigungsquote der 25- bis 64-Jährigen mit Hochschulabschluss in Deutschland 88 %, womit sie 2016 über dem Durchschnitt der OECD-Länder (84 %) lag. Nicht jedes Fach aber bietet ähnlich gute Perspektiven. Während 91 % der Absolventen von Informations- und Kommunikationstechnik-Studiengängen eine Beschäftigung haben, sind es nur 84 % der Absolventen in Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Journalismus und Informationswesen. Die Beschäftigungsquote nach Mint-Fächern liegt mit 90 % knapp über dem Bundesdurchschnitt. Zwischen 2005 und 2015 ist der Anteil der Studienanfänger eines Jahrgangs hierzulande von 43 % auf 63 % gestiegen, was dem höchsten Anstieg in den OECD-Ländern entspricht.