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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wirtschaftsnobelpreis 2017

Menschliche Ökonomen

Von Christoph Böckmann/dpa | 12. Oktober 2017 | Ausgabe 41

Der US-Ökonom Richard H. Thaler hat für seine Forschungen zur Psychologie wirtschaftlicher Entscheidungen den Nobelpreis bekommen.

 Der Wissenschaftler entwickelte die Theorie zur „geistigen Buchhaltung“ und erklärte, wie Menschen in Gedanken finanzielle Entscheidungen vereinfachen. Er zeigte zudem, warum man Dinge oft als wertvoller betrachtet, wenn man sie selbst besitzt.

Der im US-Bundesstaat New Jersey geborene Ökonom nahm sich außerdem Neujahrsvorsätze vor – und untersuchte, warum diese oft zum Scheitern verurteilt sind. Die gleiche mangelnde Selbstdisziplin mache es vielen schwierig, für das Alter zu sparen, fand er heraus.

Thaler lehrt derzeit an der Universität Chicago. „Er hat uns neue Einblicke dazu vermittelt, wie die menschliche Psychologie Entscheidungsfindungen prägt“, sagte Jurymitglied Peter Gardenfors. Der 72-Jährige habe gezeigt, dass begrenzte Rationalität, soziale Vorlieben und mangelnde Selbstbeherrschung Entscheidungen und Marktergebnisse prägen können. „Ökonomen sind Menschen“, betonte Thaler nach der Preisverkündung in einem Telefonat mit der Akademie. „Wirtschaftliche Modelle müssen das berücksichtigen.“ dpa/cb

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