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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Physik-Nobelpreis 2017

Neues Fenster ins Universum

Von Bettina Reckter | 12. Oktober 2017 | Ausgabe 41

Gravitationswellen öffnen einen neuen Blick ins Universum – möglicherweise bis zum Beginn der Zeit. Für den Nachweis dieser Wellen werden die US-Forscher Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne mit dem diesjährigen Nobelpreis für Physik geehrt.

 Sie waren maßgeblich am Aufbau des Detektors Ligo in den USA beteiligt, an dem erstmals Gravitationswellen registriert wurden.

Die Wellen sind Erschütterungen der Raumzeit. Sie entstehen, wenn Massen stark beschleunigt werden – etwa beim Verschmelzen schwarzer Löcher oder bei der Explosion von Sternen. Albert Einstein hatte das Phänomen 1915 vorhergesagt, aber selbst bezweifelt.

2015 gelang deren Nachweis. Die durchlaufende Welle veränderte die 4 km langen Tunnel des Detektors kurz um eine winzige Distanz, die 10 000-mal kleiner ist als der Kern eines Wasserstoffatoms. Seitdem wurden noch weitere Wellen registriert. Beteiligt an den Messungen waren maßgeblich auch Mitarbeiter des Albert-Einstein-Instituts in Hannover und Potsdam.

Mit Gravitationswellen könne man „noch tiefer und tiefer ins Universum schauen“, möglicherweise bis an den Beginn der Zeit, sagt Roman Schnabel vom Institut für Laserphysik der Universität Hamburg. „Damit könnte man rausfinden, was in den ersten Sekunden des Urknalls passiert ist.“ber

Mit Material von dpa

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