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Mittwoch, 20. Februar 2019

Luftreinhaltung

Stickoxidrechner gibt Auskunft

Von dpa/Stephan W. Eder | 7. Februar 2019 | Ausgabe 06

Wie sehr muss der Ausstoß von Abgasen im Verkehr in meiner Umgebung eigentlich sinken, damit die gesetzlichen Grenzwerte für Luftschadstoffe unterschritten werden? Darüber informiert das Forschungszentrum Jülich (FZJ) jetzt mit einem eigenen. Der Rechner wertet die offiziellen Stickstoffdioxid-(NO2)-Messwerte des Umweltbundesamtes der letzten zehn Jahre aus.

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Foto: Forschungszentrum Jülich

Der neue Stickoxidrechner des Forschungszentrums Jülich erlaubt einen einfachen Zugang zu den Messwerten in Deutschland.

„Mit dem Tool kann man ganz einfach ablesen, wie sich die Jahresmittelwerte im zeitlichen Verlauf geändert haben und ob bisherige Reduktionsmaßnahmen erfolgreich waren“, erklärt Martin Schultz, der das Tool mitentwickelt hat. Ein Expertenmodus zeigt die dafür tatsächlich genutzten Datenkurven.

In der öffentlichen Diskussion würden fast nur die gemessenen NO2-Werte genannt, sagt FZJ-Wissenschaftler Franz Rohrer. Dadurch entstünden aber falsche Vorstellungen davon, wie stark die Emissionen im Verkehr eigentlich sinken müssten. „Wenn 50 μg/m3 statt wie erlaubt 40 μg/m3 gemessen werden, dann bedeutet das nicht, dass die Emissionen um 20 % zurückgehen müssen“, erklärt Rohrer, denn: „Tatsächlich sind es eher 40 %.“

https://stickoxid-rechner.de