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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Chemie-Nobelpreis 2017

Superscharfe Mikroskopie

Von Bettina Reckter | 12. Oktober 2017 | Ausgabe 41

Für die Entwicklung der Kryo-Elektronenmikroskopie, die winzige Biomoleküle sichtbar macht, ohne sie zu zerstören, erhalten der in Deutschland geborene US-Amerikaner Joachim Frank (77) sowie der Schweizer Jacques Dubochet und Richard Henderson aus Großbritannien den Nobelpreis für Chemie.

Bereits 1990 gelang es, mit der neuen Technik ein dreidimensionales Bild eines Proteins atomgenau zu erstellen. Zuvor war man davon ausgegangen, dass sich die Technik nur für unbelebte Materie eigne, weil der starke Elektronenstrahl biologisches Material zerstöre. Dass dies ein Irrtum ist, konnten die Preisträger beweisen.

 Frank entwickelte die Methode der Bildverarbeitung, mit der die bis dahin unscharfen zweidimensionalen Bilder zu einer scharfen Ansicht vereinigt werden können. Dubochet löste das Problem der Kühltechnik, mit der die Biomoleküle für die Untersuchung in Form bleiben.

Mit der Kryo-Elektronenmikroskopie lassen sich in Bakterien und Viren die besten Angriffspunkte für Wirkstoffe auffinden. Das hilft bei der Suche nach neuen Medikamenten, etwa Antibiotika.

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