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Mittwoch, 17. Januar 2018

Kernenergie

Temelin testete Notbetrieb

Von Jens D. Billerbeck | 21. September 2017 | Ausgabe 38

Im umstrittenen tschechischen Kernkraftwerk Temelin ist erstmals seit 14 Jahren der Notbetrieb bei einem Komplettausfall des Stromnetzes geprobt worden. Im sogenannten Inselbetrieb habe der zweite Block nur den Strom hergestellt, den er selbst zum Betrieb benötige, teilte Kraftwerkssprecher Marek Svitak Ende vergangener Woche mit.

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Foto: imago/CTK Photo/Vaclav Pancer

Temelin: Das tschechische Kernkraftwerk ist bei Umweltschützern umstritten. Kernkraftgegner kritisieren die Qualität der Schweißnähte am Druckbehälter.

Der Test habe insgesamt 18 min gedauert. Um einen Blackout zu simulieren, sei die Verbindung zur 2 km entfernten Umspannstation unterbrochen worden. Dann seien die Generatoren innerhalb kürzester Zeit auf 5 % ihrer vollen Leistung heruntergefahren worden. Dies sei einer der schwierigsten Betriebszustände. „Bei schnellen Veränderungen der Belastung werden die großen Turbinen hohen Drücken und Temperaturveränderungen ausgesetzt“, erklärte der Sprecher. Inzwischen laufe das Kraftwerk wieder im Vollbetrieb.

Temelin deckt ein Fünftel des Strombedarfs Tschechiens ab. Wegen der Kombination von russischer Reaktor- und US-amerikanischer Leittechnik ist die Anlage bei Umweltschützern umstritten.dpa/jdb

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