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Donnerstag, 21. Februar 2019

Prävention

Coach statt Couch – Gesundheitsförderung für Mitarbeiter

Von Bettina Reckter | 6. September 2018 | Ausgabe 36

Auf gut 300 Mrd.  $ soll der Markt für digitale Medizin in den kommenden fünf Jahren wachsen, so die Schätzung von Analysten.

Mit einer Smartwatch oder einer Ernährungsapp allein aber wird auf Dauer niemand fit und gesund. Viele Nutzer von Fitnesstrackern beispielsweise sind kaum länger als ein paar Monate motiviert, sich mehr zu bewegen. So zeigt eine Studie der Krankenkasse BKK24, dass tendenziell immer weniger Sport getrieben wird.

Ändern will das Vilua, ein Unternehmen in Berlin, das sich auf Gesunderhaltung im Betrieb spezialisiert hat. Vorrangiges Ziel: die Mitarbeiter einer Firma zu gesünderem Verhalten zu motivieren – etwa über Bewegung oder gesünderes Essen.

„Die Risikominimierung für Zivilisationskrankheiten liegt uns am Herzen“, sagt Jens Härtel, Arzt und Geschäftsführer von Vilua. Durch die Kombination digitaler Anwendungen mit einem persönlichen Coaching verfolgt er das Ziel, die Lebensqualität der Nutzer nachhaltig zu verbessern.

Aus dem Ergebnis eines ärztlich begleiteten Gesundheitschecks entwickelt ein persönlicher Coach zusammen mit dem Mitarbeiter dessen individuellen Plan. Per App, Onlineplattform oder Videochat kommunizieren beide, ob die festgelegten Ziele auch erreicht wurden. Hapert es an der Motivation, kann der Coach unterstützend eingreifen. „Wenn dabei eine nachhaltige Verhaltensänderung rauskommt, dann wird sich das Wohlbefinden des Mitarbeiters bessern und damit auch die Krankenquote sinken“, ist Geschäftsführer Härtel überzeugt.

Vilua betreibt zudem eine Datenbank, in der die Informationen anonymisiert und gemäß der Datenschutzbestimmungen zu Analysen genutzt werden. So können aus den Primärdaten von Betriebsärzten gesundheitliche Risiken identifiziert und gezielt minimiert werden. Wissenschaftlich betreut wird das Projekt von der Uni Greifswald.