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Mittwoch, 17. Januar 2018

Bildung

Hochschulen reagieren auf Anforderungen

Von Hans Schürmann | 21. September 2017 | Ausgabe 38

Die Vermittlung von fächerübergreifendem und digitalem Wissen ist einigen Bildungseinrichtungen wichtig.

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Foto: ddp images/Timur Emek

Vorbereitung aufs Berufsleben: In vielen Studiengängen des Maschinenbaus werden die Studierenden dazu angehalten, interdisziplinäres Wissen zu erwerben.

Die Digitalisierung in den Unternehmen findet in vielen Hochschulen in Deutschland ihren Niederschlag. Sie entwickeln die Bachelor-Studiengänge im Bereich Maschinenbau weiter, ergänzen Lehrinhalte und bieten Studierenden Lernmodule, die sie auch mit fächerübergreifendem Grundwissen ausstatten.

Die RWTH Aachen legt von Beginn des Bachelor-Studiums an Wert auf die Vermittlung von fächerübergreifendem Wissen, Problemlösungsstrategien und konzeptionellem Denken. Grundlagenvorlesungen wie die Reihe „Höhere Mathematik“, die für alle Ingenieurstudiengänge angeboten wird, sind zusätzlich zur ihrem Fokus auf Kerninhalte darauf ausgelegt, durch das Etablieren eines gemeinsamen Vokabulars die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern.

„Parallel dazu schaffen wir am Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement innovative Lehr- und Lernangebote wie die Seminarveranstaltung ‚Wissenschaftstheorie und Forschungsmethodik‘, in der Studierende Vortragstechniken und Basismethoden für das wissenschaftliche Arbeiten zu Beginn ihres Master-Studiums kennenlernen“, sagt Johannes Brand, Koordinator für Lehre und Didaktik am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen.

Gleichzeitig werde nach wie vor darauf Wert gelegt, dass Studierenden des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau solide Grundkenntnisse vermittelt würden, betont Brand. „Bis zur Masterarbeit benötigen die Absolventen solches Grundlagenwissen ständig, genauso wie etwa profunde Kenntnisse in Bezug auf tagesaktuelle Fragen zur IT“, so der Koordinator am WZL.

Das sieht Christian Kuhn genauso. Der Professor ist Wissenschaftlicher Leiter für den Master „Integrated Engineering“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach. „Gerade im Bereich der Konstruktion und Entwicklung werden die Spezialkenntnisse des Maschinenbauingenieurs nach wie vor gebraucht“, sagt Kuhn.

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg bietet mit dem Studiengang „Integrated Engineering“ seit kurzem erfahrenen Ingenieuren mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung nach dem Bachelor-Abschluss diesen breit angelegten Dualen Master an. Dieser vermittelt auf Basis eines Ingenieur- oder Informatikstudiums interdisziplinäre, technische, IT-technische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

„Viele Prozesse, die bisher manuell durchgeführt wurden, werden künftig in den Unternehmen digitalisiert erfolgen“, erläutert Kuhn. Die Maschinenbauingenieure lernen daher in dem neu eingerichteten Studiengang, Informationsplattformen und Simulationswerkzeuge zu nutzen, Daten wertschöpfend im gesamten Produktlebenszyklus zu verwenden und mit Hilfe von IT zusammen mit Kollegen im Unternehmen oder bei Partnern an gemeinsamen Projekten zu arbeiten.

Neben einem breiteren technischen Wissen öffnen immer mehr Studienanbieter ihr Lernspektrum auch für das Erlernen von fächerübergreifenden Kompetenzen wie von Social Skills.

So bieten die TU München und die RWTH Aachen Maschinenbaustudenten im Masterstudiengang oder studienbegleitend Workshops an, die sich mit Themen wie Team- und Projektarbeit, Problemlösefähigkeit, Kreativität, Körpersprache und Führungsverhalten befassen.  cer

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