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Mittwoch, 24. Januar 2018

Führungskräfte

Wer im Jahr 2016 dirigiert...

Von Claudia Burger | 18. Dezember 2015 | Ausgabe 51

Neues Jahr, neue Chefs. Das gilt zumindest in einigen Unternehmen. Wir haben ein paar Personalien ausgewählt und mit anderen Notizen ergänzt. Natürlich kam es schon 2015 zu Veränderungen in den Führungsetagen. Vor allem bei VW drehte sich das Personalkarussell wegen des Abgasskandals rasant.

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Foto: Panthermeida/jamesgroup

 

Generationenwechsel in Wesel

Foto: Altana

 

Altana: Der Spezialchemiekonzern Altana mit Sitz in Wesel läutet einen Generationswechsel ein. Martin Babilas (43, Foto) ist ab Januar Vorstandsvorsitzender. Er löst Matthias L. Wolfgruber (61) ab, der in den Ruhestand geht. Babilas war seit 2007 Finanzvorstand der Altana AG. Im November 2014 hat er zusätzlich die Ressortverantwortung für zwei der vier Geschäftsbereiche von Wolfgruber übernommen. Insgesamt ist Babilas seit 1998 für das Unternehmen tätig. Bereits zum 1. August 2015 hat der Aufsichtsrat Stefan Genten (46) zum neuen Finanzvorstand bestellt. PM/cer

Bendiek wird erste Frau an der Spitze

Foto: Microsoft

 

Microsoft: Ab Januar 2016 wird Sabine Bendiek (Foto) die deutsche Microsoft-Niederlassung mit 2700 Mitarbeitern leiten. Bisher war die 49-Jährige General Manager beim Speicherhersteller EMC. Die 49-jährige Managerin folgt Christian Illek, der im Februar überraschend zurück zur Deutschen Telekom gewechselt war. Übergangsweise leitete Alexander Stieger die Geschäfte. Sie ist die erste Frau auf dem Microsoft-Chefposten. Die Betriebswirtin studierte an der Uni Mannheim und am MIT in Boston. PM/cer

Chef wandert nach Amerika aus

Foto: Bayer AG

 

Bayer: Marijn Dekkers (Foto), Chef des Bayer-Konzerns, hat überrascht: Der Niederländer mit amerikanischem Pass, der das Unternehmen binnen weniger Jahre zu einem der wertvollsten Unternehmen im Dax gemacht hat, will 2016 vorzeitig abtreten. Seit Oktober 2010 steht der 57-Jährige an der Spitze des Unternehmens, aus dem er einen Gesundheits- und Agrarriesen machte. Ein Nachfolger ist noch nicht bestellt. Kronprinz dürfte der Strategievorstand Werner Baumann sein. PM/cer

Müller will „Silicon Valley von Wolfsburg“

Foto: Porsche

 

VW: Puh,was für ein Jahr für VW! An dieser Stelle soll jetzt nicht die ganze Geschichte des Abgasskandals noch einmal aufgerollt werden, die dazu führte, dass Martin Winterkorn finanziell gut gepolstert als Vorstandschef den Hut nahm und Matthias Müller (Foto), einst Porsche-Chef, zum VW-Chef wurde. Auch wollen wir gar nicht groß darauf eingehen, dass bereits Monate im Vorfeld Ex-Aufsichtsratchef Ferdinand Piëch von Winterkorn abrückte und die Nation rätselte, warum. Wir wissen bis heute nicht, ob, und wenn wie, das zusammenhängt. Aber eines ist klar, das Personalkarussell dreht sich, und es ist wohl kaum damit getan, ein paar Ingenieure zu feuern, die beteuern, so gehandelt zu haben, weil die vom Vorstand ausgegebenen Ziele nur durch Betrug zu erreichen waren. Wow, das lässt tief blicken in eine Unternehmenskultur. Da ist klar, dass Müller sich wünscht, dass sich in Wolfsburg ein bisschen das Silicon Valley einnistet. Damit meint er sicher nicht nur Innovationen, sondern auch die Partizipation der Mitarbeiter. Mal sehen, ob der neue Personalvorstand Karlheinz Blessing das hinbekommt. Bisher leitete Blessing die Stahlproduzenten Dillinger Hütte und Saarstahl. PM/cer/dpa

Dieter Zetsche forever – naja, fast

Foto: Daimler

 

Daimler: Konzern-Chef Dieter Zetsche (Foto) soll bis zum Ende des Jahrzehnts an der Spitze des Autobauers bleiben. Der bisherige Vorstandschef kann weiter um das von ihm selbst gesetzte Ziel kämpfen, bis 2020 die Rivalen BMW und Audi abzuhängen und der größte Premiumhersteller der Welt zu werden. Vor zwei Jahren noch war der Manager angezählt und die Verlängerung nach dem Auslaufen des Vertrages Ende Dezember 2016 stand auf der Kippe. Jetzt wurde sogar vorzeitig verlängert. Sollte er bis Ende des Jahrzehnts an Bord bleiben, hätte er satte 14 Jahre als Daimler-Chef und sogar 21 Jahre im Konzernvorstand hinter sich. PM/cer/dpa

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