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Dienstag, 23. Januar 2018

IFA 2010

3-D- und Hybrid-TV sollen Umsatz ankurbeln

Von Jens D. Billerbeck | 3. September 2010 | Ausgabe 35

Flachbildfernseher sind auch 2010 wieder der Hauptumsatzbringer der Konsumelektronik. Doch kaum ist das hochauflösende Fernsehen in den deutschen Wohnstuben angekommen, sollen neue Trends wie 3-D- und hybride, also internetfähige, TV-Geräte den Kaufrausch der Konsumenten anfeuern.

Nur einfach flach reicht nicht mehr: Der anhaltende Trend zu LCD-Fernsehgeräten hat der Konsumelektronikbranche zwar seit Jahren wachsende Umsätze gebracht, die auch im Krisenjahr 2009 nicht einbrachen. Jetzt aber soll neues Wachstum generiert werden, indem zumindest die Bilder aus dem Korsett des flachen Displays ausbrechen: 3-D wird ein Hauptthema auf der diesjährigen IFA (3. bis 8. September) in Berlin sein. "Bereits jeder vierte Verbraucher in Deutschland plant, sich ein Fernsehgerät mit 3-D-Funktionalität anzuschaffen", sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg kurz vor Messebeginn.

Diese Zahl ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Verbraucherbefragung, die der Branchenverband durchführen ließ. Sie besagt aber auch, dass derzeit 62 % der Verbraucher grundsätzlich noch kein Interesse an der 3-D-Technik hätten. Das aber lässt den ehemaligen Microsoft-Deutschland-Chef nicht verzagen: Die Technik sei ja gerade seit März in Deutschland verfügbar. Und da sieht er dann 26 %, die an 3-D konkretes Interesse haben, als recht beachtlich an. Immerhin haben laut Bitkom schon 40 000 dieser 3-D-TV-Geräte ihren Weg in die Wohnzimmer gefunden.

IFA-Thema Nummer zwei ist der Siegeszug beim Hybrid-TV, dem Fernsehgerät mit Internetanschluss. Seit März 2009 auf dem deutschen Markt, sind bereits 1,3 Mio. Stück verkauft worden. "Fast jeder zweite Deutsche möchte das Internet über seinen Fernseher nutzen", sagte Berg. Und Jeffry van Ede, Präsidiumsmitglied des Bitkom und Sonys Deutschlandchef, sekundiert: "Noch nie hat eine Produktinnovation im TV-Segment einen derartig schnellen Weg in die Wohnzimmer geschafft." Derzeit allerdings streiten noch drei verschiedene Standards weltweit um die Führungsrolle in diesem Markt – neben einer Vielzahl proprietärer Lösungen einzelner Hersteller. In Europa zumindest scheint sich mit dem HbbTV-Konsortium eine Lösung abzuzeichnen, die derzeit z. B. von der ARD schon genutzt wird.

In einer umfassenden Studie des Beratungsunternehmens Deloitte und des Bitkom zur digitalen Konsumelektronik wird ein Plattformbetreiber mit der Aussage zitiert: "Hybrid-TV ist der Einstieg in die umfassende Heimvernetzung." Und diese ist dann der dritte Megatrend der diesjährigen IFA, die ja mit ihrem Angebot von der Digicam bis zur Waschmaschine, von der Spielekonsole bis zum TV-Gerät auch das ganze Spektrum potenziell vernetzungsfähiger Komponenten im Haushalt aufzeigt. jdb

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