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Sonntag, 21. Januar 2018

Industrie

Apps bringen neuen Schub für die Intralogistik

Von Georg Dlugosch | 21. Februar 2014 | Ausgabe 8

Apps als mobile Kommunikationslösungen sind auch im Lager und beim innerbetrieblichen Transport zunehmend gefragt: Den vordersten Stand der technischen Entwicklung können Fachbesucher und interessierte Unternehmen auf der Logimat 2014 in Stuttgart unter die Lupe nehmen.

"Die Daten sind vorhanden, die Planung geschieht digital – und jetzt müssen wir die Informationen verarbeiten und den Menschen ins Blickfeld nehmen", erklärt Willibald A. Günthner, Inhaber des Lehrstuhls für Fördertechnik, Materialfluss, Logistik an der TU München. Dazu gehört für den Wissenschaftler auch die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Sie wird sich nach seiner Meinung allerdings noch gewaltig verändern. "Der Tablet-Computer ist dabei noch nicht der Weisheit letzter Schluss", betont Günthner.

Denn Smartphone und Tablet-PC sind derzeit für eine Entwicklung verantwortlich, welche die Intralogistik befeuert. Den Trend zum mobilen Internet belegt auch eine Studie des Netzwerkspezialisten Cisco Systems. Danach wächst der mobile Datenverkehr jährlich um rund 60 % und er soll 2016 bei 7,4 Exabyte liegen. Im B2B-Bereich erwartet das Marktforschungsunternehmen IDC eine rasant ansteigende Nachfrage der Unternehmen nach exakt zugeschnittenen Apps – auch Transport- und Intralogistik sollen einen bedeutenden Teil dazu beitragen, sowohl auf der Straße wie auch im Lager.

Die kleinen Programme der smarten Devices erweisen sich bereits jetzt als leistungsfähig und nützlich, denn sie unterstützen die Intralogistikprozesse und fördern Zusammenarbeit, Effizienz sowie Wirtschaftlichkeit. Bis zu 30 % der Betriebskosten lassen sich durch sie im Lagermanagement einsparen, heißt es bei Experten.

"Schon jetzt bringt die effektive Verbindung von Kennzahlen wie Key Performance Indicators und Assistenzsystemen auf mobilen Geräten für die Entscheidungen in der Intralogistik einen wichtigen Vorteil", betont Michael ten Hompel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund. Dabei gehe der Trend eindeutig in Richtung Cloud. "Bald wird es normal sein, dass die Mitarbeiter mit Tablets durch das Lager laufen", so ten Hompel. Dazu passt es, dass mittlerweile eine Schulungs-App für RFID und
Lean Logistik vom Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss und Logistik der TU München angeboten wird.

Im Lagerbereich schlägt sich der Trend – selbst bei robusten Handhelds – zu den weit verbreiteten Geräten mit Android-Betriebssystem nieder, so die Entwickler beim Systemhersteller Höft & Wessel, in Hannover. Vorteilhaft sei auch eine Browser-Online-Anbindung, die mehr Funktionalitäten ermöglicht, insbesondere seit die Programmiersprache HTML5 mehr Funktionen in Sichtweite brachte. GEORG DLUGOSCH

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