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Dienstag, 23. Januar 2018

Gebäudetechnik

Energiesparsanierung aus einer Hand

Von Robert Donnerbauer | 18. November 2011 | Ausgabe 46

Mit dem Versprechen "Alles aus einer Hand!" bewirbt E.on Bayern derzeit ihr neues Geschäftsfeld "Energetische Gebäudesanierung". Immobilienbesitzer seien meist fachlich überfordert, erklärt Alfred Fischer, Leiter Energiedienstleistungen bei E.on Bayern. Hier setzt der Energieversorger mit einem Rundum-sorglos-Paket aus Zustandsanalyse, Konzept, Fördermittelcheck, Ausschreibung, Bau- und Qualitätsüberwachung an.

VDI nachrichten: Herr Fischer, welches Ziel verfolgen Sie mit der "E.on-Energiespar-Sanierung"?

Fischer: Vieles dreht sich zurzeit um das Thema Energieeffizienz. Hier hat E.on Bayern großes Know-how anzubieten, weil sich der Wunsch nach Energiedienstleistungen mit unserem Portfolio deckt. Und wir leisten mit der energetischen Gebäudesanierung als starker Partner unseren Beitrag zur Energiewende. Wir sehen uns dabei als "Kümmerer", der ein Sanierungsangebot aus einer Hand mit Handwerksbetrieben aus der Region anbietet.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Die Hauptzielgruppen für dieses neue Geschäftsfeld sind private Hausbesitzer, Wohnungsbaugesellschaften und vor allem Kommunen.

Was zählt alles zu der Energiespar-Sanierung?

Wir bieten als ersten Schritt auf unserer Homepage einen kostenlosen Kurzcheck an, der Hinweise auf das Einsparpotenzial bei entsprechenden Maßnahmen gibt. Genauer untersucht werden Gebäude und Anlagentechnik im Rahmen unserer Zustandsanalyse. Unsere Spezialisten begutachten das Objekt, berechnen den Istzustand und zeigen die Einsparung der vereinbarten Sanierungsvarianten auf. Dies beinhaltet natürlich auch eine Schätzung der Investitionskosten und der Fördermittel, die für die Maßnahmen genutzt werden können.

Bei der Zustandsanalyse ist die ganzheitliche Betrachtung – von Feuchteschäden über Dämmungen bis zu Heizsystemen und dem Einsatz regenerativer Energien – von Bedeutung. Besteht Interesse an weiteren Maßnahmen, erstellen wir ein detailliertes Konzept und ein Angebot für die Realisierung der Sanierung als Rundum-sorglos-Paket. Sollte der Auftrag zur Sanierung an uns ergehen, kümmern wir uns um alle weiteren Maßnahmen, erstellen einen Bauzeitenplan, beauftragen das regionale Handwerk mit der Umsetzung und übernehmen die Bauüberwachung, sodass ein Ansprechpartner für alles zur Verfügung steht.

Dämmung, neue Fenster, neue Heizung – wieweit sind die Hausbesitzer hier bei einer effizienten Sanierung nicht finanziell überfordert?

Zunächst besteht meist eine fachliche Überforderung – was soll ich einbauen, welche Technik ist am geeignetsten, in welcher Reihenfolge soll ich vorgehen? Natürlich muss sich die Maßnahme auch rechnen.

Oft ist aber aufgrund von Feuchteschäden eine Sanierung unumgänglich. Durch die Maßnahmen erfolgt also auch ein Werterhalt, z. T. wird sogar eine Wertsteigerung erreicht. Mit den Sanierungsmaßnahmen können gleichzeitig kostengünstig weitere geplante Umbaumaßnahmen, z. B. neue Balkone oder ein Dachausbau, erfolgen. Oder nehmen wir ein altes sanierungsbedürftiges Objekt, das günstig gekauft und vor dem Einzug saniert wird. Es gibt also vielfältige Sichtweisen.

Verfolgen Sie eine strategische Reihenfolge bei den Energiesparmaßnahmen, z. B. erst Dämmung, dann Heizung?

Am wichtigsten ist es, unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden, also Gebäudeverluste zu vermeiden. Daher ist die Einhaltung der Energieeinsparverordnung von großer Bedeutung. Dämmung hat also in der Regel Vorrang vor dem reinen Austausch des Wärmeerzeugers.

Welche Rolle kommt der Heiztechnik allgemein bei Ihrer Energiespar-Sanierung zu?

Die Heiztechnik hat natürlich einen hohen Stellenwert. Laut Kaminkehrerstatistik sind über 20 % der Öl- und Gaskessel älter als 20 Jahre. Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen ist daher oft auch der Austausch der Heizanlage notwendig.

Welche Heizungslösungen schlagen Sie in der Regel Hausbesitzern vor?

Wir bevorzugen kein spezielles Heizsystem, sondern orientieren uns an den örtlichen Gegebenheiten. Dabei geht das Spektrum von der Gasheizung bis zur Pelletsheizung oder der Solarunterstützung. Letztlich entscheidet aber der Kunde.

Wieweit kommen bei der Heiztechnik schon moderne Technologien wie Gaswärmepumpen oder Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz?

Wir bieten alle gängigen erprobten Systeme an. Gaswärmepumpen sind bei Einfamilienhäusern derzeit noch nicht marktreif. Nachdem wir in der Gewährleistung stehen, wollen wir daher nur solche Systeme einsetzen, mit denen der Kunde zufrieden ist. Natürlich bieten wir auch Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung an, wenn dies gewünscht wird.

  ROBERT DONNERBAUER

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