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Donnerstag, 23. November 2017, Ausgabe Nr. 47

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Intralogistik

Intralogistik stemmt die vernetzte Automation

Von Georg Dlugosch | 20. Februar 2015 | Ausgabe 08

Unternehmen rund um den innerbetrieblichen Transport und Logistik sind ein weites Feld für Automatisierungsstrategien Richtung Industrie 4.0. Neue Produkte und wechselnde Hightech-Kooperationen geben hier die entscheidenden Impulse für den Betriebsalltag. Das zeigte die Messe Logimat 2015 vom 10. Februar bis zum 15. Februar in Stuttgart.

Logimat 2015 Live_BU_1
Foto: Foto (2): Dlugosch

Hightech-Trend: Handel, Transport und Intralogistik durchdringen sich immer stärker – ein Thema mit viel Tiefgang für Aussteller und Fachbesucher in den Stuttgarter Messehallen.

Mit dem Rekord von 1161 Ausstellern hat sich die Logimat in Stuttgart vor die Cemat 2014 mit 1025 Ausstellern geschoben: „Wir haben erstmals die meisten Aussteller weltweit“, so Messechef Peter Kazander. Zudem ist die Stimmung in der Branche hervorragend wie in Stuttgart deutlich wurde. „Die Industrie muss in moderne Intralogistiksysteme investieren“, berichtete der Messeleiter, auch in Russland bestehe ein hoher Bedarf.

Zwei Wachstumstreiber sind dabei erkennbar: die Vorbereitung auf die vierte industrielle Revolution und der E-Commerce. Denn Handel und Logistik durchdringen und vernetzen sich immer stärker.

So gibt etwa die Robotik im Lager als fahrerloses Transportsystem Gas. Einer Umfrage des Ulmer Beratungsunternehmens IWL zufolge hält mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen den Einsatz dieser Helfer in der Kommissionierung für realistisch. Darauf setzt auch Aberle in Leingarten mit der innovativen Palettierlösung „The Wave“. Sanfte Wellen am Übergabeplatz helfen, die Karbonrollenmatten unter die Lage zu führen, die den Greiferboden bildet. Dematic, Offenbach, wiederum bietet mit AMCAP das vollautomatische Roboterpalettieren auf kleinstem Raum.

Bitte Weg frei: Bleibt die Route versperrt, sucht sich der mobile Roboter per „Navi“ einen neuen Weg.

Einer der neuen Anbieter in diesem Bereich ist Adept Technology, Dortmund: Fast schon aufdringlich werden die Fahrzeuge von Adept, wenn ihr Weg versperrt wird: Die mobilen Roboter bitten um Freigabe des Weges, zeigen durch unruhiges Wackeln ihre Ungeduld, aber wenn der Durchgang versperrt bleibt, suchen sie sich mithilfe des integrierten Navigationssystems einen anderen Weg. In Kooperation mit Smart Robotx aus der Schweiz suchen die Transporter ihren Einsatz in vielen Branchen. Die Fahrzeuge schaffen 60 kg Nutzlast.

Ein Laserstrahlscanner übernimmt die Funktion der Augen. Im Unterschied zu klassischen fahrerlosen Transportsystemen haben sie laut Adept „Intelligenz“ an Bord und benötigen keine installierten Wegmarkierungen, aber ein PC als „Taxi-Zentrale“ sorgt für die Fahraufträge.

„Wir leben in einer spannenden Zeit wie lange nicht, die Technologielandschaft ist sehr stark in Bewegung geraten“, berichtet Günter Ullrich, „nachdem wir in den Jahren zwischen 1995 und 2010 eine nahezu konstante Technikwelt erlebt haben“, so Günter Ulrich, Leiter des VDI-Fachausschusses „Fahrerlose Transportsysteme“ und des Forums-FTS. Viele kleinere Anbieter drängten jetzt auf den Markt, die das Thema des automatischen Fahrens „mit pfiffigen Technologien umsetzen“. Sie hätten auch das Interesse der Staplerhersteller wieder geweckt, die sich eine Zeit lang aus diesem Markt verabschiedet hatten. So habe Linde Material Handling, Aschaffenburg, jetzt eine Kooperation mit dem französischen Robotikspezialisten Balyo geschlossen, um die Flurförderzeuge voranzubringen.

Die Fahrzeuge erobern sich neue Einsatzbereiche, wie in Stuttgart deutlich wurde. Mit entsprechenden Sensoren sollen sie bald bewegte Hindernisse erkennen – und bereit sein für die Einfahrt in öffentliche Bereiche, indem sie etwa in Krankenhäusern Transporte bis auf die Stationen erledigen. Dann ergeben sich auch für die Navigations- und Sicherheitssysteme neue Herausforderungen.

Und mit dem FTS-System „G-Com“ realisiert Grenzebach in Asbach-Bäumenheim/Hamlar den Ansatz „Ware-zum-Mann“, der insbesondere im Distributionsumfeld Anwendung findet. Das Herzstück des mobilen Warenlagers ist der Flottenmanager, der – wie eine Taxizentrale – die Fahrzeuge unter die Regale fahren lässt und sie dann an die Pickstation steuert.

Roboterpalettieren gelingt jetzt auch auf kleinstem Raum

 „Unsere erste Referenzanlage in Deutschland läuft zur vollsten Zufriedenheit unseres Kunden“, erläutert Christoph Kuntz, „wir haben ein Produkt entwickelt, das sicher abschalten kann, obwohl es kein eigensicheres Fahrzeug ist.“ Den steigenden Wert von Software in der Intralogistik demonstrierte auch Jungheinrich, Hamburg. Der Hersteller von Flurförderzeugen will mit seiner Software für universelle Schnittstellen sorgen, die im Zeichen von Industrie 4.0 künftig benötigt werden.

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